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15.05.2015

18:08 Uhr

Streit um Hörbuch-Flatrate

Verlage erwägen Kartellamtsbeschwerde gegen Amazon

Der Online-Händler Amazon möchte eine Flatrate für digitale Hörbücher durchsetzen – und hat deshalb mal wieder Ärger mit Verlagen. Die planen laut einem Medienbericht nun den Gang zum Bundeskartellamt.

Im Streit um eine geplante Hörbuch-Flatrate, wollen sich einem Medienbericht zufolge mehrere Verlage beim Bundeskartellamt über Amazon beschweren. dpa

Wieder Ärger zwischen Verlagen und Amazon

Im Streit um eine geplante Hörbuch-Flatrate, wollen sich einem Medienbericht zufolge mehrere Verlage beim Bundeskartellamt über Amazon beschweren.

FrankfurtZwischen dem Online-Händler Amazon und den deutschen Verlagen bahnt sich möglicherweise ein neuer Konflikt an – dieses Mal wegen digitaler Hörbücher. Einige erwägen nach einem „Spiegel“-Bericht eine Beschwerde beim Kartellamt, weil Amazon ein digitales Flatrate-Modell bei Hörbüchern durchsetzen wolle. Wer dem Modell nicht zustimme, dem drohe die Auslistung. Von Amazon war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Dem Frankfurter Unternehmen Bookwire hat die Amazon-Tochter Audible laut „Spiegel“ keinen neuen Vertrag angeboten. Bookwire, das nach eigenen Angaben Hörbücher für zahlreiche Verlage vertreibt, wollte dazu am Freitag nicht Stellung nehmen. Ein Sprecher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels (Frankfurt) bestätigte jedoch, dass man eine Beschwerde beim Kartellamt unterstützen würde. „Wenn Audible kleinen Hörbuchverlagen damit droht, ihre Titel auszulisten, ist das angesichts seiner Marktmacht aus meiner Sicht rechtlich sehr fragwürdig“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Alexander Skipis, dem „Spiegel“.

Amazon und der deutsche Buchhandel hatten bereits über über E-Book-Rabatte heftige Auseinandersetzungen geführt.

Von

dpa

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