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19.03.2012

06:12 Uhr

Studie

Das Internet wird zum Wirtschaftsmotor

VonSusanne Schier

ExklusivDas Internet trägt immer mehr zum Wachstum bei: Laut einer Studie wird sich der Anteil des Web am deutschen Bruttoinlandsprodukt bis 2016 deutlich erhöhen. Und das liegt vor allem am Verhalten der Verbraucher.

Das Internet wird immer weiter an Bedeutung für die Wirtschaft gewinnen. Reuters

Das Internet wird immer weiter an Bedeutung für die Wirtschaft gewinnen.

DüsseldorfDas weltweite Computernetzwerk wird immer wichtiger für das künftige Wirtschaftswachstum in Deutschland. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting (BCG), die dem Handelsblatt vorliegt, wird der Beitrag des Internets zur deutschen Wirtschaftsleistung bis zum Jahr 2016 auf 118 Milliarden Euro steigen. 2010 hatte das Netz 75 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Laut BCG werde der Anteil des Web am Bruttoinlandsprodukt bis 2016 von drei auf vier Prozent steigen. Möglich werde das durch die Verbraucher, die immer mehr Waren und Dienstleistungen im Netz erwerben. Zwar verdränge die Internetwirtschaft einen Teil des Handels, der über traditionelle Kanäle läuft, sagte David Dean, Internet-Experte von BCG: „Durch Produkte wie Apps und Musikdownloads entsteht aber auch neues Geschäft.“

Gleichzeitig nutzen auch die Unternehmen das Web immer häufiger, für den Verkauf untereinander aber auch etwa bei der Entwicklung neuer Produkte. Hinzu kommen laut BCG der Export von Waren, die über das Netz vertrieben werden, die Investitionen in den Ausbau der Netzinfrastruktur sowie die Ausgaben des Staates in neue Interangebote etwa für die Bürger.

In den G20-Ländern wird sich der Wirtschaftsbeitrag des Netzes laut BCG  bis 2016 auf 4,2 Billionen Dollar verdoppeln.

Kommentare (1)

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M.S.

19.03.2012, 11:26 Uhr

Vielleicht wird irgendwann verstanden werden, daß die Zukunft in der Erwirtschaftung virtueller Güter liegen wird! Und dann wird das Internet zum Wirtschaftsfaktor Numero Uno.

Wenn jahrelang chinesische Gefängnisswärter ihre 'Schützlinge' dazu zwingen virtuelles Gold für World-of-Warcraft zu farmen (http://www.spiegel.de/netzwelt/games/0,1518,765203,00.html), dann kann man nicht umhin in solchen Strategien die einzige Lösung für die Erhöhung der Produktivität in Schuldenstaaten, wie sie in diesem Streberland gern gefordert wird, zu sehen.

Oder wer will, daß die Griechen anfangen Autos und Industriemaschinen unter Billiglöhnen zu bauen? Hier sicher niemand. Und der Bedarf an Olivenöl ist sehr endlich.

Die einzige Lösung besteht in der Monetarisierbarkeit virtueller Güter in harte Dukaten, die einen Lebensunterhalt zu finanzieren ermöglichen. Und das mit Tätigkeiten, die keinen Hochschulabschluss benötigen - ergo Spielen. So verrückt das klingen mag. Aber vielleicht die einzige Perspektive?!

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