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11.12.2012

16:14 Uhr

Suhrkamp

Investor lässt Verlag erzittern

Im Suhrkamp-Verlag ist die Unsicherheit groß. Der Geschäftsführerin droht nach einem Urteil die Abberufung und die Mitarbeiter fürchten das Durchgreifen von Gesellschafter Barlach. Der trete auf „wie ein Finanzinvestor“.

Bundespräsident Joachim Gauck (2. von rechts) im Oktober 2012 auf dem Suhrkamp-Stand auf der Buchmesse in Frankfurt. dapd

Bundespräsident Joachim Gauck (2. von rechts) im Oktober 2012 auf dem Suhrkamp-Stand auf der Buchmesse in Frankfurt.

BerlinIm Suhrkamp-Verlag in Berlin geht die Angst vor dem Gesellschafter Hans Barlach um. Er könnte das angesehene Verlagshaus komplett übernehmen, derzeit hält er bereits 39 Prozent an dem Unternehmen. „Hier gibt es bislang keine einzige Reaktion, die zu Gunsten von Barlach wäre“, sagt allerdings ein Verlagsmanager. Der Suhrkamp-Verlag, seit 2009 in der Mitte der Hauptstadt ansässig, beschäftigt derzeit 110 Mitarbeiter.

„Barlach ist immer wieder wie ein Finanzinvestor aufgetreten, dem es vor allem um die Rendite geht“, sagt ein Beteiligter in Berlin. Mitarbeiter fürchten um einen möglichen Arbeitsplatzabbau, sollte der ungeliebte Hamburger Mitgesellschafter zum Zug kommen.

Suhrkamp-Verlagsleiterin Ulla Unseld-Berkewicz. dapd

Suhrkamp-Verlagsleiterin Ulla Unseld-Berkewicz.

Noch aber ist Barlach nicht am Ziel. Suhrkamp wird, wie Peter Raue, der Anwalt der Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz betont, auf alle Fälle in Berufung gegen ein jüngst gesprochenes Urteil gehen. In einer bisher wohl beispiellosen Entscheidung war die Verlegerin Unseld-Berkéwicz am Montag per Gerichtsbeschluss als Geschäftsführerin des Suhrkamp Verlags abberufen worden.

Das Landgericht Berlin setzte am Montag einen entsprechenden Beschluss der Gesellschafterversammlung vom November 2011 rückwirkend in Kraft. Da das Urteil aber noch nicht rechtskräftig sei, ändere sich zunächst nichts an der Geschäftsführung

Kommentare (1)

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schilda

11.12.2012, 16:56 Uhr

barlach will seinen anteil so teuer wie möglich verkaufen, und damit amen

und die stiftung hat die knatter nicht

also gibt er den stinker und hoft auf demn weißen ritter,der der ollen beisteht und ihm seinen anteil überteuert abkauft.

der will nich verlegen,der will aufs kreuz legen.

un d wenn die chefin geld aus der firma rausklaut is sie halt instiktlos,blöde und von der kulturlocke raue zu apothekenpreisen schlecht beraten

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