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16.11.2016

14:09 Uhr

Super RTL

Kindersender erzielt Rekordumsatz

Die Werbeeinnahmen sprudeln bei Super RTL mehr denn je. Auch nach Marktanteilen hat der Sender zugelegt. Doch der Sender stellt sich darauf ein, dass es klassisches Fernsehen auch bei Kindern künftig schwerer haben wird.

Der Geschäftsführer von Super RTL hält sich mit Prognosen zurück, will aber vor allem ins Programm investieren. dpa

Claude Schmit

Der Geschäftsführer von Super RTL hält sich mit Prognosen zurück, will aber vor allem ins Programm investieren.

KölnSo hoch waren die Bruttowerbeeinnahmen des Kindersenders Super RTL noch nie: Mit mehr als 300 Millionen Euro habe der Kölner Privatsender einen Rekord erzielt, sagte Geschäftsführer Claude Schmit am Dienstagabend in Köln – eine Steigerung um mehr als sechs Prozent im Vergleich zu 2015. „50 Prozent des TV-Kinderwerbemarktes geht durch unsere Bücher – das ist eine gute Ratio. Der Rest liege bei den Mitbewerbern Disney Channel mit etwa 30 und Nickelodeon mit rund 20 Prozent.

Die Nettoeinkünfte haben sich laut Schmit auch erhöht – ebenfalls um etwa sechs bis sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Konkrete Zahlen nannte der Geschäftsführer nicht.

Ebenso haben sich die Marktanteile nach seinen Angaben wieder zugunsten von Super RTL entwickelt. Lagen sein Sender und der öffentlich-rechtliche KiKa vor Jahresfrist noch gleichauf, verbuchte Super RTL bis Ende Oktober beim Kernpublikum zwischen 3 und 13 Jahren 20,7 Prozent und der KiKa 19,1 Prozent. Der Disney Channel steigerte sich leicht von 9,4 auf 9,6 Prozent, Nickelodeon verlor von 9,5 auf 8,0 Prozent.

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Einen zusätzlichen Schub habe Super RTL, der zu 50 Prozent dem Disney-Konzern und zu 50 Prozent der RTL-Gruppe gehört, durch seinen neu gegründeten Kanal Toggo plus verspürt. Der Sender, der im sogenannten Timeshift-Verfahren um eine Stunde zeitversetzt ausgestrahlt wird, habe seit seinem Start im Juni 2016 mehr als einen Prozent Marktanteil in der Zielgruppe geholt und die Super-RTL-Akzeptanz damit insgesamt gesteigert.

Mit Prognosen für die Zukunft hielt sich Schmit zurück. Man sollte die Gewinne nutzen, um in Programme zu investieren, sagte er. „Wir müssen aber davon ausgehen, dass sich auch Kinder weiter vom linearen TV abwenden, deswegen brauchen wir digitale Strategien, für die wir Geld benötigen.“

Zu den neuen Programmen im nächsten Jahr gehört eine Show, die schon 1999 beim 1995 gegründeten Privatsender lief: der „Super Toy Club“ – Jungen und Mädchen spielen gegeneinander, dürfen dabei alles abräumen, was auf einem Tisch steht, nur nicht den Gegenstand in der Mitte. Wer gewinnt, darf mit einem Einkaufswagen durch einen Spielzeugmarkt fahren und ihn voll machen. Neu im Programm sind auch die Serien „Grizzy und die Lemminge“ sowie die „Trolljäger“.

Von

dpa

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