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17.02.2016

15:00 Uhr

T-Mobile

US-Tochter der Telekom verdreifacht Gewinn

Die US-Tochter wird für die Deutsche Telekom immer mehr zur Gewinnquelle: T-Mobile hat im vergangenen Jahr das Ergebnis verdreifacht und ist jetzt vor Sprint die Nummer drei auf dem US-Markt.

Die amerikanische Tochter der Deutschen Telekom ist jetzt die Nummer drei auf dem Markt. dpa

T-Mobile US

Die amerikanische Tochter der Deutschen Telekom ist jetzt die Nummer drei auf dem Markt.

FrankfurtDank eines rasanten Kundenwachstums hat die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom den Jahresgewinn verdreifacht. T-Mobile US verdiente 2015 unter dem Strich 733 Millionen Dollar nach 247 Millionen Dollar im Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der Handynutzer wuchs gleichzeitig – wie bereits bekannt – um 8,3 Millionen auf gut 63 Millionen. Damit überholte T-Mobile US den Rivalen Sprint und ist nun drittgrößter Mobilfunker in den USA.

Der Weg dahin war weit: Konzernchef John Legere brachte das Unternehmen dank milliardenschwerer Hilfe von der Bonner Mutter und aggressiver Tarif-Angebote wieder auf Vordermann. Die Telekom hält noch zwei Drittel der Anteile und will sich langfristig aus dem hart umkämpften US-Markt zurückziehen. Die bisherigen Kaufinteressenten sprangen jedoch wegen des Widerstands des US-Kartellamts ab.

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Mit den Zahlen übertraf das Unternehmen die Schätzungen von Analysten. Die Aktie legte vor Handelsstart an der Wall Street um gut 4 Prozent zu. Telekom-Aktien gewannen in Frankfurt 2,74 Prozent. Für dieses Jahr stellt die T-Mobile-Spitze ein Betriebsergebnis von 9,1 Milliarden bis 9,7 Milliarden Dollar in Aussicht nach 7,4 Milliarden Dollar 2015.

Die Erfolgsgeschichte von T-Mobile kommt aber nicht gänzlich ohne Kratzer aus. Gewerkschaften bemängeln die Arbeitsbedingungen im Unternehmen. In jüngerer Zeit geriet auch das Tarifversprechen grenzenlosen mobilen Videokonsums einiger Partnerdienste ins Visier, weil das Unternehmen im Gegenzug die Videos in schwächerer Qualität auf die kleinen Bildschirme der Mobilgeräte schickt. Kritiker sehen das als Verletzung der in den USA vorgeschriebenen Netzneutralität – des Prinzips der Gleichbehandlung aller Daten. T-Mobile argumentiert, das Verfahren komme den Verbrauchern entgegen.

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