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29.01.2013

07:06 Uhr

T-Mobile USA

Das Sorgenkind der Telekom will aufsteigen

John Legere, Chef der US-Tochter T-Mobile hat ein klares Ziel vor Augen: AT&T Marktanteile abjagen und so den Rivalen Sprint Nextel auf Rang vier schieben. "Wir sehen Möglichkeiten, auf den dritten Platz zu rücken".

T-Mobile Chef John Legere sagt seinen Rivalen den Kampf an. AFP

T-Mobile Chef John Legere sagt seinen Rivalen den Kampf an.

BerlinDie Deutsche Telekom will in den USA zum drittgrößten Mobilfunkanbieter aufsteigen. "Wir sehen Möglichkeiten, auf den dritten Platz vorzurücken", sagte der Chef der Konzerntochter T-Mobile USA, John Legere, der Zeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht.

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Legeres Strategie ist es demnach, AT&T Marktanteile abzujagen und damit den Rivalen Sprint Nextel auf den vierten Rang zurückzuwerfen. Der Manager geht jedoch davon aus, dass sich der Markt schnell ändern kann.

"Es wäre aber arrogant zu glauben, dass sich dieser Kampf unter uns vieren abspielt", sagte er. Es könnten jederzeit andere Unternehmen in den Markt eintreten, ob das nun der Satelliten-TV-Anbieter Dish, Direct TV, Apple oder Google seien.

Das sind die größten Telekommunikationsunternehmen

Platz 10

Deutsche Telekom - 37,05 Milliarden Euro

Platz 9

Telstra (Australien) - 42,84 Milliarden Euro

Platz 8

NTT (Japan) - 43,13 Milliarden Euro

Platz 7

Telefonica (Spanien) - 46,31 Milliarden Euro

Platz 6

NTT Docomo (Japan) - 47,99 Milliarden Euro

Platz 5

America Movil (Mexiko) - 66,96 Milliarden Euro

Platz 4

Verizon (USA) - 93,38 Milliarden Euro

Platz 3

Vodafone (Großbritannien) - 94,26 Milliarden Euro

Platz 2

AT & T (USA) - 145,27 Milliarden Euro

Platz 1

China Mobile - 177,02 Milliarden Euro

Ranking nach Marktkapitalisierung (Dezember 2012) - Quelle: Bloomberg

T-Mobile selbst schaue sich Möglichkeiten von Kooperationen genau an, wird Legere zitiert. Vor drei Wochen hatte er in einem Reuters-Interview signalisiert, dass er eine Partnerschaft mit Dish Network anstrebe. T-Mobile USA ist das Sorgenkind des Bonner Konzerns.

Die größten Mobilfunker in Deutschland

Ein großer Markt

In Deutschland gibt es mehr als 113 Millionen Handyanschlüsse. Welche Marktanteile die Anbieter haben, hat das Statistikportal Statista auf Grundlage von Erhebungen der Marktforschungsinstitute Enigma, Ipsos, Ifak und Marplan ermittelt (Stand: Ende 2012).

T-Mobile

Jeder fünfte Handynutzer geht mit T-Mobile ins Netz (20,9 Prozent). Bei den Vertragskunden hält die Telekom-Tochter sogar einen Marktanteil von 24,3 Prozent.

Vodafone

Der britische Konzern kommt in Deutschland ebenfalls auf einen Marktanteil von 20,9 Prozent. Allerdings hat das Unternehmen weniger Vertragskunden als der Rivale aus Bonn (22,4 Prozent Marktanteil).

O2

Die Tochter des spanischen Telefónica-Konzerns – seit kurzem an der Börse notiert – ist in Deutschland die Nummer drei, sie hat einen Marktanteil von 13,5 Prozent.

E-Plus

Jeder zehnte Handynutzer (9,5 Prozent) ist Kunde bei E-Plus, einer Tochter des niederländischen KPN-Konzerns.

Aldi Talk

Der Discounter Aldi betreibt kein eigenes Netz, hat aber eine beachtliche Kundenbasis. 8,5 Prozent der Kunden telefonieren mit SIM-Karten des Einzelhändlers.

Base

Base ist die Billigmarke von E-Plus. 5,5 Prozent der Handynutzer telefonieren damit.

Sonstige

Jeweils weniger als 5 Prozent Marktanteil haben 1&1 (3,3 Prozent), Mobilcom-Debitel (2,8 Prozent), Tchibo (1,8 Prozent) und die Telekom-Marke Congstar (1,7 Prozent).

Gründe sind die schlechtere Netzabdeckung und das bisherige Fehlen von iPhones im Angebot. Mit dem Verkauf des Apple-Zugpferds soll jedoch in einigen Monaten begonnen werden. Derzeit ist Dish auf der Suche nach einem Partner für den Aufbau eines mobilen Breitbandnetzes.

Von

rtr

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