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09.08.2011

03:31 Uhr

Tablet-Markt

HP senkt Preise für Touchpads

VonAxel Postinett

In den USA hat Hewlett-Packard mit einer Rabatt-Aktionen versucht seinen Tablet-PC an den Kunden zu bringen. Allerdings ist der Kaufanreiz gering: zu wenige Minianwendungen gibt es für die Apple-Konkurrenz.

Am Wochenende gab es in den USA Rabatte für das Touchpad von Hewlett Packard. Quelle: dapd

Am Wochenende gab es in den USA Rabatte für das Touchpad von Hewlett Packard.

San FranciscoMit einer radikalen Aktion versuchte IT-Riese Hewlett Packard am Wochenende in den USA den Absatz seiner Tablet-Computer Touchpad anzukurbeln. Zwischen Freitag und Sonntag gab es die beiden Modelle des Neulings unter den Tablets für 100 Dollar unter Listenpreis und damit um 100 Dollar unter dem Preis des schärfsten Rivalen iPad2 im Webstore von HP und bei Händlern zu kaufen.

Am Montag wurde der Rabatt auf der Webseite allerdings dann doch nicht aufgehoben, sondern lediglich auf 50 Dollar pro Gerät reduziert. Diese Aktion soll laut HP bis Anfang September laufen. Offenbar um Ärger mit früheren Touchpad-Käufern auszuschließen, bekamen alle bisherigen Käufer das Versprechen einer Gutschrift von 50 Dollar für den Kauf von Software im HP-Onlineshop. Deutsche Käufer bekommen allerdings keinen Preisnachlass, die beiden verfügbaren Modelle werden auf der Webseite unverändert für 479 bzw. 579 Euro angeboten.
Hewlett Packard versucht als bislang letzter der großen IT-Konzerne einen Fuß in den boomenden Markt für tastaturlose Tablet-PC zu bekommen, der mit beinahe erdrückender Übermacht von Apple dominiert wird. HP setzt dabei auf ein eigenes Betriebssystem, das WebOS. Viele zusätzliche Funktionen des Tablets werden allerdings erst mit dem Erscheinen der nächsten Generation der HP-Smartphones verfügbar sein, so dass aktuell der Kaufanreiz zu identischen Preisen wie bei Apple offenbar nicht groß genug war. Außerdem gibt es noch zu wenige Apps, kleine Zusatzprogramme, für WebOS. Viele Softwareentwickler warten noch ab, ob sich WebOS am Markt durchsetzt, bevor sie Zeit und Geld in WebOS-Produkte investieren. Deshalb muss HP jetzt den Absatz noch vor dem Weihnachtsgeschäft mit allen Mitteln ankurbeln.
Die Preisaktion trägt Züge der Verzweiflung, Hewlett Packard verzeichnete im vergangenen Quartal 2011 einen massiven Einbruch beim Verkauf von PC an Privatkunden, die immer öfter statt zu einem Laptops oder Netbook zu einem Tablet-PC greifen. Nach Erhebungen des Marktforschers Canalys ist Apple aufgrund des Tablet-Booms mit 13,6 Prozent Marktanteil bereits zum zweitgrößten PC-Verkäufer (ohne Server-PC) der Welt aufgerückt und droht nun auch die Nummer eins mit 15,7 Prozent, Hewlett Packard, zu entthronen. Dell hat die Supermacht aus Cupertino bereits auf den dritten Platz verdrängt.

Kommentare (3)

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hg67

09.08.2011, 07:27 Uhr

HP ist eine dieser Firmen, die sowohl für Händler als auch Käufer echt gefährlich ist..

HP verkauft ja jetzt selbst an Endkunden, aber wie immer, machen die eigentlich nichts selbst, sondern nutzen dafür die Distributionsstruktur..das dann Endkunden schon mal preiswerter kaufen können als Fachhändler gehört wohl zu den oft genannten Kriegskosten..das 3 von 4 Bestellungen schon mal nicht ausgeliefert werden, Paypal allerdings schon mal das Geld einzieht..naja..finanziert man so den Schneeball??
HP bietet seit fast einem Jahr ein immer wieder verlängertes Cash Back Programm für Notebooks an..50Euro gibt es für den Käufer

jetzt bei diesem Tablett gibt es sogar für Händler 100,- Euro Rabatt, dies zeigt schon an, wie mau die Abverkäufe sind..

Ach ja..der Gewinnbringer bei HP ist Tinte & Toner..wen wundert es?

Datenklauer-Tablet

09.08.2011, 08:07 Uhr

Wen wundert`s?
Das I-Dings und seine Verwandten statuieren "angeschlossenes Zubehör nicht erkannt", wenn man auch nur versucht, einen Stromadapter anzuschließen, der kein Äpfelchen trägt. Nur Originalteile, demnächst der Fernseher und die Zahnpasta aus dem Hause Jobs.
HP hat die schönen Palms gekauft, die wegen Massenidiotie der Guugel-abhängigen Fehßbuck-Stripper an Markt verloren.
HP hätte auf Autonomie und Freiheitswillen der "meine-Daten-gehören-mir"-User abzielen sollen, anstatt nur ein weiteres Ich-laß-jetzt-alle-Hosen-runter - Betriebssystem zu etablieren.
Bereits mit meinem ersten Palm Pre-Handy habe ich einen Tag gebraucht um die automatische Datenübertragung an Palm-Canada und Guugle-Fehßbuck und Konsorten abzustellen. Aber auch für das Nachfolgehandy Palm Pre plus, das ich jetzt verwende, stellt Palm keinen Support mehr zur Verfügung, der auch nur erlaubt, Flash - Elemente beim Browsen zu sehen. DAS IST SCHEISSE, liebe HP-Großkacker!
Ihr bietet keinen Support und wir sollen das Palm Pre3 kaufen, denn nur mit dem Ding läßt sich die derzeitig dargestellte Internetseite auf das Tablet übermitteln? Was soll diese Funktion überhaupt?
Auf der HP-Homepage wird nur gelabert, die Fuktionen des Tablets werden nicht präzise vorgestellt und dann finde ich ein Tablet mit einem einzigen USB-Anschluß OHNE KARTENLESER für die schnelle mobile Betrachtung der gerade aufgenmmenen Bilder (1,3 Megapixel des Tablets zwingen ja dazu, eine richtige Kamera mitzuführen) gelinde gesagt: am Markt vorbei geplant.
Für das Palm Pre muß man Zusatzsoftware von Fremdanbietern kaufen, um die Kontaktdaten, die Kalenderdaten etc. auf einen anderen Computer sichern zu können, wenn man sie nicht im Internet bei den Datenräubern veröffentlichen will.
WO IST DENN BITTE DER VORTEIL EINES TABLETS, WENN MOBILITÄT A B H Ä N G I G MACHT?
Ausdrucken kann man über WLAN übrigens nur auf HP-Druckern.
Genau!
DAS hat noch gefehlt.

H O C H M U T K O M M T V O R D E M F A L L .

Datenklau-Tablet-2

09.08.2011, 08:18 Uhr

Jaja, Tinte und Toner sind Gewinnbringer. Dann muß man das Tablet wohl als Zubehör für HP-Drucker betrachten.

Also liebe Jungs von HP: wenn man Ideen kopiert, sollte man mehr hineinpacken als im Urpsrungsprodukt steckt, nicht weniger, sonst ist die Häfte des Preises noch zu viel!

Ein großer Computerzusammenstecker mit D... am Anfang hat gerade ein Netbook mit drehbarem Touchscreen, reeller Festplatte, natürlich Tastatur, richtigem Prozessor und - weil Windoof 64 Bit drauf ist - unzähligen reellen Programmen statt Apps herausgebracht. GLEICHER PREIS wie die Tablets, die das alles nicht haben.

Dicker - ja natürlich, auch schwerer.
Mein schönes Palm-Handy hatte ich in der Hosentasche, da war das Display gesprungen. Totalschaden. Datensicherung? Mit Drittanbietersoftware hatte es geklappt. Hätte ich nur über Palm gesichert, hätte ich meine Daten NUR beim Kauf eines weiteren Palm zurückbekommen.
Wollt Ihr uns veralbern, HP?
Denkt Ihr, wir sind so schlau wie Ihr?

Ich jedenfalls werde mir wohl die Delle bestellen.
Und das erste, was ich mache ist: ein richtiges Betriebssystem mit Hunderttausend kostenfreien Anwendungen installieren.

ES LEBE LINUX - ES LEBE DIE FREIHEIT UND DER SCHUTZ UNSERER DATEN!

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