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17.10.2014

04:39 Uhr

Tablets

Apple stellt neue iPad-Generation vor

Fingerabdruck-Sensor, schnellere Chips – und dünner: Apple lieferte bei seiner Präsentation am Donnerstag genau das, was erwartet wurde. Die Überraschungen blieben vollkommen aus.

Apple stellte am Donnerstag seine neue iPad-Generation vor. ap

Apple stellte am Donnerstag seine neue iPad-Generation vor.

CupertinoApple kämpft mit einer verbesserten iPad-Generation gegen die Schwäche des Tablets-Marktes an. Die am Donnerstag vorgestellten neuen Geräte bekamen den vom iPhone bekannten Fingerabdruck-Sensor und schnellere Chips. Das größere Modell Apple Air 2 wurde zudem 18 Prozent dünner gemacht. Es sei das dünnste Tablet auf dem Markt, betonte Marketingchef Phil Schiller. Mit 6,1 Millimetern sei es so dünn, "dass man zwei davon übereinander legen kann und das immer noch dünner ist als das allererste iPad", sagte er.

Außerdem stellte der Konzern einen neuen iMac-Schreibtisch-Computer mit einer drastisch erhöhten Bildschirm-Auflösung vor. Der iPhone-Bezahldienst Apple Pay startet am kommenden Montag zunächst in den USA.

Der neue iMac hat eine Display-Auflösung von 5120 mal 2880 Bildpunkten. Er hat damit gut 14,7 Millionen Pixel. Zum Vergleich: Ein HD-Fernseher kommt auf rund 2,07 Millionen Bildpunkte. Der Rechner im typischen iMac-Design dürfte mit seinem hochauflösenden Bildschirm zum Beispiel für Fotografen interessant sein. Er kostet in Deutschland 2599 Euro.

Das kostenlos verfügbare neue Mac-Betriebssystem OS X Yosemite soll unter anderem das Zusammenspiel der Computer mit den iPhones und iPads verbessern. Man kann damit bei vielen Anwendungen nahtlos zwischen verschiedenen Geräten wechseln. Konzernchef Tim Cook betonte die enge Verzahnung aller Gerätekategorien des Konzerns. Die bei Produktvorstellungen oft gebeutelte Apple-Aktie sank nach dem Event um rund ein Prozent.

Apple ließ Software-Entwickler mehrere Apps demonstrieren, die von der gesteigerten Rechenleistung der neuen iPads profitieren sollen. Der Konzern musste bei der Präsentation im Hauptquartier in Cupertino auch überzeugen, dass Tablets weiterhin eine relevante Produktkategorie sind. Zuletzt war das anfangs steile Wachstum des Marktes deutlich abgeflaut. Marktforscher kappen die Verkaufsprognosen, auch der Absatz der iPads schwächelte.

Cook verwies darauf, dass Apple in den vergangenen zwölf Monaten 70 Millionen iPads verkauft habe. Das sei mehr als jeder der großen PC-Hersteller in dieser Zeit von seinen Notebooks, Desktop-Rechnern und Kombi-Geräten losgeworden sei. Insgesamt seien in gut vier Jahren 225 Millionen iPads abgesetzt worden.

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