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11.12.2013

16:18 Uhr

Tarifreform der GEMA

GEMA und Musikveranstalter legen Gebührenstreit bei

Der Streit über teurere Gebühren für Musikveranstaltungen ist beigelegt: Musikveranstalter und die GEMA einigen sich auf eine Regelung für Events in Kneipen, Clubs und Diskotheken. Die neuen Tarife treten bald in Kraft.

Partygäste in einer Diskothek. Die Branche war gegen die Tarifreform der GEMA Sturm gelaufen. dpa

Partygäste in einer Diskothek. Die Branche war gegen die Tarifreform der GEMA Sturm gelaufen.

BerlinDer monatelange Streit über deutlich teurere Gebühren für Musikveranstaltungen in Deutschland ist beigelegt. Der Dachverband der Musikveranstalter und die Verwertungsgesellschaft GEMA einigten sich auf eine vertragliche Regelung für Events in Musikkneipen, Clubs und Diskotheken, wie die Konfliktparteien am Mittwoch mitteilten. Die neuen Tarifgebühren treten am 1. Januar 2014 in Kraft. „Nach vielen Monaten voller Ungewissheit und Existenzängste besteht nun endlich Rechts- und Planungssicherheit für Tausende Musiknutzer“, sagte Ernst Fischer, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Musikveranstalter und Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga).

Die Branche war Sturm gelaufen gegen die ursprünglich geforderte Tarifreform der GEMA, die Erhöhungen von bis zu 1000 Prozent mit sich gebracht hätte. Clubs und Discos hätten durchschnittlich 400 bis 500 Prozent mehr zahlen sollen. Viele Musikveranstalter sahen sich deshalb in ihrer Existenz bedroht. Die Einigung sieht nun im Kern vor, dass etwa Veranstalter von Livemusik oder von Musik aus der Konserve umso stärker von Tariferhöhungen betroffen sind, je größer ihre Räume oder je höher das Eintrittsgeld ist. Bestimmte Tariferhöhungen sind über fünf oder mehr Jahre gestreckt.

Wie Kommunen unter der neuen GEZ-Gebühr leiden

Heilbronn

Gebühr früher: 13.000 Euro
Gebühr heute: 40.000 Euro
Mehrkosten: 27.000 Euro (208 Prozent)

Quelle: Recherchen der NRW-FDP

Gelsenkirchen

Gebühr früher: 23.000 Euro
Gebühr heute: 71.000 Euro
Mehrkosten: 48.000 Euro (209 Prozent)

Bonn

Gebühr früher: 15.475 Euro
Gebühr heute: 48.573 Euro
Mehrkosten: 33.098 Euro (214 Prozent)

Baden-Baden

Gebühr früher: 6.200 Euro
Gebühr heute: 20.000 Euro
Mehrkosten: 13.800 Euro (223 Prozent)

Münster

Gebühr früher: 20.000 Euro
Gebühr heute: 66.000 Euro
Mehrkosten: 46.000 Euro (230 Prozent)

Mülheim

Gebühr früher: 10.000 Euro
Gebühr heute: 40.000 Euro
Mehrkosten: 30.000 Euro (300 Prozent)

Düsseldorf

Gebühr früher: 25.000 Euro
Gebühr heute: 150.000 Euro
Mehrkosten: 125.000 Euro (500 Prozent)

Rheinbach

Gebühr früher: 1.000 Euro
Gebühr heute: 7.000 Euro
Mehrkosten: 6.000 Euro (600 Prozent)

Solingen

Gebühr früher: 3.000 Euro
Gebühr heute: 27.000 Euro
Mehrkosten: 24.000 Euro (800 Prozent)

Bergisch-Gladbach

Gebühr früher: 2.000 Euro
Gebühr heute: 20.000 Euro
Mehrkosten: 18.000 Euro (900 Prozent)

Die GEMA vertritt mehr als 65.000 Musikautoren und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV) ist mit rund 150.000 Mitgliedern der größte Musiknutzerverband in Deutschland.

Von

rtr

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