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14.06.2013

19:37 Uhr

Tarifverhandlungen

Verleger kündigen Mantelvertrag für Print-Redakteure

Die Zeitungsverleger wollen zwar den Flächentarifvertrag erhalten, den Mantelvertrag kündigten am Freitag sie jedoch auf. Der DJV zeigte sich bereit für Verhandlungen, will diese aber nicht auf Print beschränken.

In der Zeitungsbranche stehen Tarifverhandlungen an. Der DJV will diese aber nicht nur für Print-, sondern auch für Online-Redakteure führen. dpa

In der Zeitungsbranche stehen Tarifverhandlungen an. Der DJV will diese aber nicht nur für Print-, sondern auch für Online-Redakteure führen.

BerlinDie Zeitungsverleger haben den Manteltarifvertrag für die rund 14 000 Zeitungsredakteure in Deutschland zum 31. Dezember 2013 gekündigt. Oberstes Ziel sei der Erhalt des Flächentarifvertrages, erklärte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Freitag in Berlin. Dies sei aber nur möglich, wenn sich in den Tarifverträgen der Strukturwandel in der Zeitungsindustrie sowie die veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen widerspiegelten. Der BDZV forderte die Gewerkschaften auf, zügig die Verhandlungen aufzunehmen.

„Wir wollen mit den Journalistengewerkschaften gemeinsam ein Tarifwerk entwickeln, das in die Zukunft weist“, erklärte BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallraf. Dabei sollten Besitzstände durchaus berücksichtigt werden. Es gehe um eine Anpassung an einen Medienmarkt, in dem immer mehr Teilnehmer um die Aufmerksamkeit der Leser und Nutzer sowie der Werbekunden kämpften.

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Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) begrüßte das Bekenntnis der Verleger zum Flächentarif. Auch der DJV sei an einer Modernisierung der Verträge interessiert, erklärte Verhandlungsführer Kajo Döhring. Beispielsweise sei es mit der Arbeitswirklichkeit nicht mehr vereinbar, dass Gehälter und Arbeitsbedingungen der Print-Redakteure geregelt seien, die Kollegen der Online-Redaktionen im selben Verlag jedoch tariflos arbeiteten.

Im April hatte der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) den Gehaltstarifvertrag zum 31. Juli gekündigt und sechs Prozent mehr Geld für Redakteure und freie Journalisten gefordert. Der BDZV hatte die Forderung als verantwortungslos abgelehnt.

Von

dpa

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