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31.01.2007

14:41 Uhr

Technische Aufrüstung

ZDF will Gebührenzahler für HDTV zur Kasse bitten

Um auf die hochauflösende HDTV-Technik aufrüsten zu können, verlangt das ZDF eine Erhöhung der Rundfunkgebühren. Es geht um zig Millionen.

HB HAMBURG. Intendant Markus Schächter sagte der „Financial Times Deutschland“, der Sender habe beschlossen, rasch auf die Technik umzustellen. „Wir berechnen gerade die Kosten und werden diese als Gebührenbedarf bei der KEF anmelden.“ Die KEF ist die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

Das ZDF rede derzeit mit der ARD, sagte Schächter. Bei der vergangenen Gebührenrunde hatte es erheblichen politischen Streit um die von den öffentlich-rechtlichen Sendern verlangte Erhöhung gegeben. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber und andere Politiker hatten verlangt, dass es 2009 eine Nullrunde für ARD und ZDF geben müsse. Die Rundfunkgebühren von monatlich 17,03 Euro gelten seit 1. April 2005 und noch bis Ende 2008.

Das ZDF will laut Schächter mit der kompletten Umstellung auf HDTV (High Definition Television) möglichst bald nach den Olympischen Spielen 2008 beginnen. Diese sollen bereits in HDTV gesendet werden. Der Vorteil liegt in einem Fernsehbild, das schärfer und brillanter aussieht.

Der Einstieg in die neue Technik ist sehr teuer. Die gesamte Produktions- und Übertragungstechnik muss erneuert werden. Zum anderen fallen dem Bericht zufolge bei der Übertragung des Signals doppelte Kosten an, weil für einen Übergangszeitraum von mehreren Jahren auch im herkömmlichen Standard gesendet werden muss. ZDF-Produktionschef Andreas Bereczky habe vorläufig die Kosten für den Mainzer Sender auf 80 Mill. Euro in fünf Jahren taxiert. „Hier sind nicht nur technische Investitionen, sondern weitere HD-bezogene Kosten enthalten“, zitierte das Blatt Bereczky.

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