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10.02.2004

08:02 Uhr

Technologiekonzern plant für das laufende Jahr erstmals Gewinne im Halbleitergeschäft

IBM baut die Chipproduktion für Unterhaltungselektronik aus

VonThomas Nonnast (Handelsblatt)

Im Mediamarkt oder bei Saturn wird man auch künftig vergeblich nach IBM-Produkten suchen. Der weltgrößte Computerkonzern liefert seine Hardware ausschließlich an Unternehmenskunden. Trotzdem ist die Chance, beim Kauf eines elektronischen Gerätes „IBM Inside“ zu kaufen beträchtlich.

FRANFURT/ARMONK. Ob Videospielkonsolen, Handys oder PC-Grafikkarten: „Viele Nutzer von Apple- Computern wissen vermutlich nicht, dass eine großer Teil des Innenlebens ihrer Geräte von IBM kommt“, sagt Bruce Harreld, Chefstratege von IBM im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Und das ist so auch gewollt. Denn IBM will nicht in Konkurrenz zu seinen Kunden treten. „Wir haben vor Jahren beschlossen, nicht in das private Endanwendergeschäft einzusteigen“, so Harreld weiter. Wettbewerber behaupten dagegen, dass IBM einfach nicht in der Lage wäre, den Vertrieb im Massengeschäft mit Privatanwendern zu organisieren.

Doch IBM ist mit der Rolle des Technologie-Zulieferers für die IT-Industrie zufrieden. „Bis in die neunziger Jahre hat IBM ausschließlich Chips für die eigene Hardware produziert“, sagt Sumit Sadana, IBM Director of Strategy Technology Group. „Heute geht dagegen weit mehr als die Hälfte der Halbleiter Produktion an andere Technologieunternehmen.“

Der strategische Unterschied zu Konkurrenten wie Intel besteht laut Sadana darin, dass IBM Halbleiter nach den Wünschen der Abnehmer fertigt. Im Gegensatz zum Branchenführer Intel kann IBM die Prozessoren für die speziellen Bedürfnisse der Anleger designen.

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