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05.09.2016

12:48 Uhr

Telefónica

O2 soll in Großbritannien an die Börse

Eigentlich wollte der verschuldete Telekommunikationskonzern Telefónica seine britische Mobilfunkmarke O2 verkaufen – doch der Deal scheiterte. Nun soll O2 – ebenso wie eine weitere Tochter – an die Börse.

Der Mutterkonzern will durch die Börsennotierung von O2 einen Teil der Schulden tilgen. dpa

Telefónica

Der Mutterkonzern will durch die Börsennotierung von O2 einen Teil der Schulden tilgen.

MadridNach dem geplatzten Verkauf seines Mobilfunkanbieters O2 in Großbritannien will der verschuldete spanische Telekommunikationsriese Telefónica nun einen Teil davon an die Börse bringen. Telefónica habe mit den „Vorbereitungen“ für einen möglichen Verkauf von O2-Anteilen an der Börse begonnen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Auch die Infrastruktur-Tochter Telxius soll Geld in die Kasse spülen – hier sollen mindestens 25 Prozent an die Börse.

Telefónica ist einer der fünf größten Telekommunikationskonzerne der Welt. Das Unternehmen, zu dem auch die deutsche Marke O2 gehört, hat – Stand Ende Juni – fast 53 Milliarden Euro Schulden. Die Mobilfunktochter in Großbritannien sollte an den Mischkonzern Hutchison Whampoa aus Hongkong verkauft werden – doch die EU-Kommission verbot das Geschäft im Mai. Die Übernahme hätte laut Behörde negative Auswirkungen auf den Wettbewerb und Nachteile für die Verbraucher gebracht, weil Hutchison bereits den Konkurrenten Three UK in Großbritannien betreibt.

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Die Telxius-Anteile will Telefónica vor Ende des Jahres an die Börse bringen, wie der Konzern weiter mitteilte. Telxius ist auf Tiefseekabel spezialisiert. Laut dem spanischen Wirtschaftsblatt „Expansion“ könnte der Verkauf der Aktien bis zu 2,5 Milliarden Euro einbringen – geplant sei die Veräußerung von 40 Prozent. Telefónica versicherte am Montag, der Konzern wolle auf jeden Fall die Mehrheit behalten.

Telefónica hatte vergangene Woche Halbjahreszahlen veröffentlicht. Der Gewinn fiel von Januar bis Juni um mehr als 40 Prozent im Vorjahresvergleich auf 1,24 Milliarden Euro. Als Grund nannte der Konzern fallende Währungskurse in wichtigen Märkten wie Brasilien, Großbritannien oder Argentinien.

Von

afp

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