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15.04.2013

16:18 Uhr

Telefonanlagenbauer

Siemens Enterprise streicht 660 Jobs

Aus Kostengründen streicht der Telefonanlagenbauer Siemens Enterprise Communications (SEN) in Deutschland 660 Stellen. Vor allem die Zentrale wird betroffen sein. So will das Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben.

Die Siemens-Tochter SEN baut 660 Stellen in Deutschland ab. dapd

Die Siemens-Tochter SEN baut 660 Stellen in Deutschland ab.

MünchenDer Telefonanlagenbauer Siemens Enterprise Communications (SEN) streicht in Deutschland jeden sechsten Job. Rund 660 Stellen fielen weg, teilte der Hersteller von Firmennetzwerken, an dem Siemens noch mit 49 Prozent beteiligt ist, am Montag in München mit. So will das schwächelnde Unternehmen Kosten sparen und wettbewerbsfähig bleiben. Von dem Stellenabbau sind den Angaben zufolge vor allem Posten in der Zentrale betroffen, in geringerem Umfang auch Vertriebs- und Servicefunktionen. Die Mitarbeiter sollen bis 1. Juli in eine Auffanggesellschaft wechseln oder eine Abfindung erhalten.

Unter der Ägide von Siemens hatte SEN zu lange auf herkömmliche elektronische Telefonanlagen gesetzt, während die meisten Firmen Internetverbindungen für ihre Kommunikation nutzen wollten. Der Netzwerkbauer, der unter anderem mit Cisco und Avaya konkurriert, schrieb Verluste. Nach einem ersten Job-Kahlschlag verkaufte Siemens 2008 die Mehrheit an SEN an den US-Finanzinvestor Gores. Dieser bewerkstelligte die Ertragswende und träumte im vergangenen Jahr zeitweise davon, den Firmennetzwerkbauer an die Börse zu bringen.

Von

rtr

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