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21.10.2013

13:37 Uhr

Telefonica-Ableger

O2 verkauft Hamburger Glasfasernetz

O2 hat sein gesamtes Hamburger Glasfasernetz an Versatel verkauft, wird es aber durch eine Kooperation weiterhin nutzen. In Zukunft will sich das Unternehmen auf die Infrastruktur im Mobilfunk konzentrieren.

Telefonica-Bürozentrale in Madrid: Telefonica hatte das Hamburger Glasfasernetz mit dem Festnetzbetreiber Hansenet erworben. ap

Telefonica-Bürozentrale in Madrid: Telefonica hatte das Hamburger Glasfasernetz mit dem Festnetzbetreiber Hansenet erworben.

FrankfurtTelefonica verkauft ihr Hamburger Glasfasernetz an die Telekommunikationsfirma Versatel. Mit der Transaktion trenne sich Telefonica von 1000 Kilometern Glasfasernetz in der Hansestadt und einem Rechenzentrum, erklärten beide Unternehmen. Zur Kaufsumme machten die Konzerne keine Angaben. Die unter der Marke „o2“ bekannte Firma zieht sich damit aber nicht aus der norddeutschen Metropole zurück, sondern nutzt künftig die Glasfaserleitungen von Versatel. „Wir konzentrieren uns bei unserer eigenen Infrastruktur auf den Mobilfunk“, sagte eine Telefonica-Deutschland-Sprecherin. Gleichzeitig werde die Zusammenarbeit erweitert - Telefonica dürfe künftig das gesamte Versatel-Leitungsnetz nutzen.

Enge Kooperationen mit Glasfasernetzbetreibern sind für Mobilfunker wichtig, da die Datenmengen rasant steigen. Filme und Internetseiten lasten die Handy-Netze wesentlich stärker aus als Telefongespräche oder SMS. Viele Mobilfunkantennen sind aus Kostengründen aber nicht direkt an die superschnellen Datenleitung, die kreuz und quer durch Deutschland laufen, angebunden, sondern lediglich per Richtfunk. Das sorgt insbesondere auf dem Land für langsame Verbindungen. Telefonica und Co arbeiten deshalb mit Hochdruck daran, ihre Mobilfunkmasten mit eigenen Kabeln an die Glasfasernetze anzuschließen. Seit Sommer 2012 nutzt Telefonica dazu bereits das weitverzweigte Datenleitungsnetz von Platzhirsch Deutsche Telekom.

Die größten Mobilfunker der Welt

Platz 1

China Mobile

Umsatz: 92,3 Milliarden Euro
Mobilfunkverbindungen: 790,6 Millionen

Platz 2

Vodafone Group (Großbritannien)

Umsatz: 58,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 435,9 Millionen

Platz 5

América Móvil Group (Mexiko)

Umsatz: 35,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 266,9 Millionen

Platz 6

Telefónica Group (Spanien)

Umsatz: 42,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 249,4 Millionen

Platz 3

China Unicorn

Umsatz: 29,9 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 295,0 Millionen

Platz 6

Verizon Wireless (USA)

Mobilfunkverbindungen: 114,5 Millionen (+ 5 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 65 Milliarden Dollar (+ 7 Prozent)

Platz 7

VimpelCom Group (Niederlande)

Umsatz: 15,8 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 218,2 Millionen

Platz 8

Orange Group (Frankreich)

Umsatz: 22,4 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 184,6 Millionen

Platz 9

Bharti Airtel Group (Indien)

Mobilfunkverbindungen: 259,8 Millionen (+ 7 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 12,6 Milliarden Dollar (+ 6 Prozent)

Platz 10

AT&T Mobility (USA)

Mobilfunkverbindungen: 107,3 Millionen (+ 3 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 59,7 Milliarden Dollar (+ 4 Prozent)

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom landet auf Platz 12 mit 111 Millionen Kunden und einem Mobilfunkumsatz in Höhe von 33,37 Milliarden Dollar (minus drei Prozent).

Telefonica hatte das Hamburger Glasfasernetz 2009 zusammen mit dem Festnetzbetreiber Hansenet für insgesamt 900 Millionen Euro erworben. Gegründet 1995 als Breitband-Anbieter für Hamburg, entwickelte sich Hansenet über die Jahre dank des Marketing-Erfolgs von „Alice“ und Zukäufen zu einem der größten DSL-Betreiber des Landes. Gegen die preisaggressiven Kabelanbieter und die Marketingmacht der Telekom hat das Unternehmen aber kein Rezept. Versatel sitzt in Düsseldorf und gehört dem Finanzinvestor KKR und dem Internetkonzern United Internet („1&1“).

Von

rtr

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