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21.03.2011

17:26 Uhr

Telefonie

Sellbytel stoppt Expansion nach Japan

VonHans-Peter Siebenhaar

ExklusivDer Telefondienstleister Sellbytel verzichtet auf die Expansion nach Japan. Ursprünglich wollte das Unternehmen im ersten Quartal 2011 den Sprung wagen - doch dann kam das Erdbeben.

Ein überdimensionales Telefon auf der Computermesse Cebit. Quelle: dpa

Ein überdimensionales Telefon auf der Computermesse Cebit.

Düsseldorf "Wir können die Standortgründung in Tokio zum jetzigen Zeitpunkt nicht verantworten und werden diese bis auf weiteres verschieben", sagte Vorstandschef Michael Raum dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). Allerdings sei die Expansion aufgrund der jüngsten Ereignisse in Japan abrupt gestoppt worden.

Sellbytel ist größte Tochter des US-Werbekonzerns BBDO in Deutschland. In Asien hat der Outsourcingspezialist bereits mehrere Kunden: Das Unternehmen hat dort von Hightech-Unternehmen wie Cisco und Hewlett-Packard den Vertrieb übernommen. Ursprünglich wollte der Nürnberger Telefondienstleister mit 30 Vertriebsmitarbeitern in Tokio starten. Zuletzt hat die Firma Filialen in Malaysia und Südkorea gegründet.

Von der Expansion nach Japan, der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft, versprach sich Sellbytel wichtige Wachstumsimpulse. Der asiatisch-pazifische Raum sei ein riesiger Markt, den sein Unternehmen erobern wolle, sagte Firmenchef Raum vor der Erdbebenkatastrophe. Ursprünglich wollte er in den nächsten drei Jahren ein Fünftel unseres Umsatzes in Asien machen. Schon in diesem Jahr wollte Sellbytel acht Prozent seiner Erlöse in Asien erwirtschaften. Diese ehrgeizigen Ziel sind nach Meinung von Marktbeobachtern auf Grund der jüngsten Entwicklungen kaum zu halten.

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