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10.05.2012

17:53 Uhr

Telekom

Rettungspläne für kriselnde US-Tochter

Die Telekom schmiedet neue Rettungspläne für seine Tochter T-Mobile USA: Ein Zusammenschluss mit einem kleineren Mobilfunkanbieter soll die US-Tochter auf Erfolgskurs bringen. Zuletzt brachen die Gewinne um 50 Prozent ein.

Wackelige Zeiten für die Telekom: Die Gewinne der US-Tochter T-Mobile USA brachen um 50 Prozent ein. dapd

Wackelige Zeiten für die Telekom: Die Gewinne der US-Tochter T-Mobile USA brachen um 50 Prozent ein.

London/BonnDie Deutsche Telekom arbeitet einem Bericht zufolge an einem neuen Plan zur Sanierung ihrer chronisch kriselnden US-Mobilfunktochter. Die Telekom wolle T-Mobile USA mit dem kleineren Mobilfunkanbieter MetroPCS verschmelzen, berichtete die „Financial Times“ (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Kreise. Das Geschäft könne über einen Aktientausch vollzogen werden, durch den die Telekom aber die Kontrolle über das Gesamtunternehmen erhalte. Das neue Unternehmen könnte nach der Fusion demnach in den USA an der Börse notiert sein.

Die Telekom wollte den Inhalt des Berichts nicht bestätigen. Das Unternehmen kommentiere niemals Marktgerüchte, sagte Konzern-Chef René Obermann bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für das erste Quartal von Januar bis März.

Die Telekom war im Jahr 2000 in den US-Mobilfunkmarkt eingestiegen. Der Konzern kaufte damals unter seinem früheren Chef Ron Sommer für 50,7 Milliarden Dollar den Mobilfunk-Anbieter Voicestream. 2002 wurde das Unternehmen in T-Mobile USA umbenannt. Der Kauf erwies sich über die Jahre als äußerst kostspielig - zuletzt verlor T-Mobile USA Kunden an Konkurrenten. Der Versuch, T-Mobile USA an den Wettbewerber AT&T zu verkaufen, scheiterte im Dezember am Widerstand der US-Wettbewerbshüter.

Abschreibungen auf das US-Geschäft hätten sich auch im ersten Quartal in den Geschäftszahlen des Konzerns niedergeschlagen, teilte die Telekom mit. Das Unternehmen habe unterm Strich einen Gewinn von 238 Millionen Euro eingefahren. Dies habe einem Rückgang um 50,4 Prozent entsprochen. Neben Abschreibungen auf das US-Geschäft hätten vor allem aber auch Aufwendungen für Vorruhestandsregelung die Geschäftszahlen belastet.

Von

afp

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