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16.06.2016

17:21 Uhr

Telekom-Tochter

Tarifkonflikt bei T-Systems beigelegt

Neuer Tarifvertrag bei T-Systems: Die Beschäftigten der Telekom-Tochter erhalten mehr Geld – und vor allem einen Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2018.

Lange rangen die Tarifpartner miteinander – nun haben sie sich geeinigt. AFP; Files; Francois Guillot

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Lange rangen die Tarifpartner miteinander – nun haben sie sich geeinigt.

BonnMehrere Monate haben Arbeitgeber und Gewerkschaften bei T-Systems um einen neuen Tarifvertrag gerungen - jetzt ist der Konflikt beigelegt. Die rund 17 000 Beschäftigten der Firmenkundensparte der Deutschen Telekom erhalten Entgeltzuschläge in zwei Schritten ab dem 1. Juli von insgesamt 2,5 Prozent für die höheren und 3,0 Prozent für die unteren Einkommensgruppen. Die Laufzeit beträgt 24 Monate. Wie Telekom und Verdi am Donnerstag mitteilten, verständigten sich die Tarifpartner auf eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2018.

Die Gewerkschaft sprach von einem Abschluss mit „Licht und Schatten“. Was den Tarifvertrag auszeichne, sei die erzielte Beschäftigungssicherung, die einzigartig sei in der Branche, hieß es bei Verdi. T-Systems bezeichnete das erzielte Ergebnis als „tragfähig“. Es sei ein Signal, den Umbau des Unternehmens gemeinsam gestalten zu können. Ende 2013 hatte die Telekom-Tochter im Zuge der Umstellung ihrer des Geschäftsstrategie auf den Abbau von 4900 Stellen angekündigt. Der größte Teile der Maßnahmen ist bereits umgesetzt.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

AG mit Staatsbeteiligung

Bei mehreren Börsengängen nahm die Telekom Milliarden ein. Dennoch ist der Staat immer noch beteiligt: Die Staatsbank KfW und der Bund halten zusammen 31,7 Prozent der Anteile. Der Anteil der einst hofierten Privatanleger ist auf unter 15 Prozent gefallen, den Rest halten institutionelle Anleger.

Von

dpa

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