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04.08.2015

16:45 Uhr

Telekom-Tochter überholt Sprint

T-Mobile US schafft es erstmals auf Treppchen

T-Mobile US ist zum ersten Mal größer als der ewige Rivale Sprint. Damit hat sich die Telekom-Tochter den dritten Platz in der US-Mobilfunkbranche erkämpft. Die Marktführer sind aber weiterhin unerreichbar.

Markenzeichen Magenta-Shirt, Anzug Fehlanzeige: Für einen Topmanager gibt John Legere ein ziemlich ungewöhnliches Bild ab. ap

T-Mobile-US-Chef John Legere

Markenzeichen Magenta-Shirt, Anzug Fehlanzeige: Für einen Topmanager gibt John Legere ein ziemlich ungewöhnliches Bild ab.

Bangalore/FrankfurtDie Telekom-Tochter T-Mobile US verdrängt erstmals Sprint vom dritten Platz in der amerikanischen Mobilfunkbranche. Sprint lockte Angaben vom Dienstag zufolge im vorigen Quartal 675.000 neue Kunden und zählte damit 56,8 Millionen Handynutzer. T-Mobile US, die ihre Zahlen vor einer Woche vorstellte, zählte Ende Juni 58,9 Millionen Kunden und ist damit zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte größer als der ewige Rivale.

T-Mobile-US-Chef Legere: Der wichtigste Mann der Telekom

T-Mobile-US-Chef Legere

Der wichtigste Mann der Telekom

John Legere macht die US-Tochter der Deutschen Telekom hübsch für einen milliardenschweren Verkauf. Telekom-Chef Höttges lässt dem Exzentriker freie Bahn. Die neuesten Zahlen von T-Mobile US geben ihm Recht.

Die US-Marktführer sind für die Deutschen aus eigener Kraft aber weiter unerreichbar: AT&T und Verizon zählen etwa doppelt so viele Handykunden wie T-Mobile.

Sprint gehört mehrheitlich zum Technologiekonzern Softbank aus Japan und setzte vor Jahren auf einen wenig populären Mobilfunkstandard. Seitdem ist das Mobilfunknetz löcherig. Lukrative Vertragskunden etwa nehmen seit langem Reißaus - im vorigen Quartal noch 12.000.

Der Konzern sieht aber Licht am Ende des Tunnels, weil diese Kennzahl im Mai und Juni erstmals seit zwei Jahren wieder stieg. Da das Management zudem auf die Kostenbremse drückt, wird in diesem Jahr mehr Gewinn erwartet: Operativ sollen bis zu 7,6 Milliarden Dollar verdient werden - bislang waren maximal 6,9 Milliarden Dollar angepeilt. Sprint-Aktien stiegen am Dienstag um knapp sechs Prozent.

Die größten Mobilfunker der Welt

Platz 1

China Mobile

Umsatz: 92,3 Milliarden Euro
Mobilfunkverbindungen: 790,6 Millionen

Platz 2

Vodafone Group (Großbritannien)

Umsatz: 58,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 435,9 Millionen

Platz 5

América Móvil Group (Mexiko)

Umsatz: 35,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 266,9 Millionen

Platz 6

Telefónica Group (Spanien)

Umsatz: 42,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 249,4 Millionen

Platz 3

China Unicorn

Umsatz: 29,9 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 295,0 Millionen

Platz 6

Verizon Wireless (USA)

Mobilfunkverbindungen: 114,5 Millionen (+ 5 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 65 Milliarden Dollar (+ 7 Prozent)

Platz 7

VimpelCom Group (Niederlande)

Umsatz: 15,8 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 218,2 Millionen

Platz 8

Orange Group (Frankreich)

Umsatz: 22,4 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 184,6 Millionen

Platz 9

Bharti Airtel Group (Indien)

Mobilfunkverbindungen: 259,8 Millionen (+ 7 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 12,6 Milliarden Dollar (+ 6 Prozent)

Platz 10

AT&T Mobility (USA)

Mobilfunkverbindungen: 107,3 Millionen (+ 3 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 59,7 Milliarden Dollar (+ 4 Prozent)

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom landet auf Platz 12 mit 111 Millionen Kunden und einem Mobilfunkumsatz in Höhe von 33,37 Milliarden Dollar (minus drei Prozent).

Von

rtr

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