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11.07.2011

21:05 Uhr

Telekomausrüster Nortel

6000 Patente an Apple und Co. verkauft

Der pleite gegangene Telekomausrüster Nortel hielt die Rechte an 6000 Patenten. Diese wurden nun für Milliarden veräußert. Denn speziell die großen Mobilfunkhersteller zeigten reges Interesse.

4,5 Milliarden Dollar soll der Verkauf der Patente am Ende einbringen. Quelle: Reuters

4,5 Milliarden Dollar soll der Verkauf der Patente am Ende einbringen.

Wilmington Dem Verkauf der milliardenschweren Patente des bankrotten Telekomausrüsters Nortel an ein Konsortium aus sechs Technologie-Großkonzernen steht nichts mehr im Weg. Am Montag genehmigten Gerichte in den USA und in Kanada die Veräußerung von 6000 Patenten und Patentanwendungen im Gesamtwert von 4,5 Milliarden Dollar. Insolvenzrichter Kevin Gross des zuständigen Gerichts in Delaware sagte, es wäre ein „4,5 Milliarden Dollar schwerer Fehler“ gewesen, den Ergebnissen der hart umkämpften Auktion nicht zuzustimmen.

Neben Apple, dem BlackBerry-Hersteller Research in Motion, EMC und Ericsson erwarben Microsoft und Sony Schutzrechte. Darunter befanden sich Rechte aus den Bereichen Internet, Datennetzwerke, Chips und drahtlose Verbindungen. Besonderes Interesse weckten Patentanwendungen für den rasant wachsenden 4G-Standard (LTE).

Zusammen mit dem Patentverkauf hat der kanadische Nortel-Konzern, der Anfang 2009 pleite gegangen war, nun rund acht Milliarden Dollar durch das Abstoßen von Vermögenswerten eingenommen. Das Geld soll Schuldnern zugute kommen.

 

Von

rtr

Kommentare (2)

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ghuber

12.07.2011, 10:54 Uhr

Das Geld soll (logischerweise) wohl eher GLÄUBIGERN zugute kommen, oder versteh ich da etwas falsch?

rpg57

12.07.2011, 16:59 Uhr

Die Kunst hohe Gelbeträge als besonders wertvoll darzustellen ist bekannt und auch "nachhaltig" gereift.
Betrachtet man etwa die aktuellen Staatsschulden Österreichs, so stellen USD 4,5 Milliarden lediglich den 2,51-ten Teil dessen dar, was Österreich (aktuell und je Jahr) allein an Zinsen rückzahlen muss! (ca. USD 11,4 Milliarden; http://www.staatsschulden.at/)
So ist es doch viel intelligenter nicht - wie Nortel – erst 137 Jahre tausende Ingenieure arbeiten zu lassen, um letztlich lediglich 6000 Patente zu erarbeiten(ca. 3 bis 4 je Woche) und jene hart erarbeiteten Werte dann in einer einzigen - wie auch sehr langwierigen Auktion - abzustoßen, sondern eher (siehe EU) Staaten in Schulden zu treiben um anstrengungslos wie jährlich Zinsen zu kassieren! (http://www.nortel.com/corporate/corptime/1874.html )
Politiker unserer Zeit haben hierfür in den letzten Jahren alle Möglichkeiten geschaffen - die Jugend wurde an den neuen Wirtschaftskräften wurden auf diese Wertvorstellungsweise ausgerichtet.
Auf diese Weise wurden nicht nur die Werte dieses Unternehmens jäh vernichtet, sondern gleichzeitig auch viele Träume und Visionen zukünftiger Generationen an Ingenieuren, welche es brauchen wird, um künftige Patente zu erfinden (bzw. mit ehrlicher Arbeit) zu erwirtschaften.
Gruß, rpg57@gmx.at

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