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27.01.2007

15:02 Uhr

Telekommunikation

KPN auf Einkaufstour

Der niederländische Telekommunikationskonzern KPN will weiter Unternehmen in Europa kaufen. KPN ist der Mutterkonzern des drittgrößten deutschen Mobilfunkers E-Plus.

HB FRANKFURT. Firmenchef Ad Scheepbouwer sagte der niederländischen Zeitung „De Telgraaf“ (Samstagausgabe), es gebe einige Kaufgelegenheiten in Deutschland, Belgien, Schweiz, Österreich und Polen. Es seien aber auch Kooperationen möglich, bei denen KPN die Netze anderer Betreiber nutze.

Der Konzern hat nach Einschätzung von Finanzchef Marcel Smits für solche Projekte noch bis zu rund 2,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen könne angesichts der derzeitigen Gewinnsituation Schulden von bis zu 12 Milliarden Euro verkraften, zuletzt habe die Verschuldung bei 9,4 Milliarden Euro gelegen, sagte Smits der „Börsenzeitung“ (Samstagausgabe). „Da ist also noch Luft.“

Dass KPN selbst in den Fokus von übernahmewilligen Unternehmen kommen könnte, hält Smits für unwahrscheinlich. „Es stehen derzeit offensichtlich keine großen strategischen Käufer bereit“, sagte er dem Blatt. Weder Deutsche Telekom, noch France Telecom oder die spanische Telefonica hätten entsprechende Interessen. „Kaufgelüste von Private Equity kämen nur in Betracht, wenn der Kurs sehr niedrig wäre, aber bei KPN ist ja gerade das Gegenteil der Fall.“

Für das abgeschlossene Geschäftsjahr äußerte sich Smits zuversichtlich. „KPN wird die für 2006 gesteckten Ziele erreichen“, sagte er der Zeitung. Der Betriebsgewinn Ebitda werde prozentual im mittleren einstelligen Bereich zulegen, der Umsatz etwas langsamer.

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