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28.12.2016

15:05 Uhr

Telekommunikationsbranche

Verbraucherbeschwerden häufen sich

Telekommunikationsfirmen sorgen bei Kunden immer häufiger für Unmut – laut Bundesnetzagentur gab es 2016 so viele Beschwerden wie nie. Besonders der Missbrauch von Rufnummern und unerlaubte Werbung sorgen für Ärger.

Die Bundesnetzagentur registriert immer mehr Kundenbeschwerden über Telekommunikationsunternehmen. 2016 gingen durchschnittlich 18.000 Hinweise pro Monat ein – für das Gesamtjahr gab es erstmal über 220.000 Kundenbeschwerden. dpa

Unzufriedene Kunden

Die Bundesnetzagentur registriert immer mehr Kundenbeschwerden über Telekommunikationsunternehmen. 2016 gingen durchschnittlich 18.000 Hinweise pro Monat ein – für das Gesamtjahr gab es erstmal über 220.000 Kundenbeschwerden.

BonnDie Beschwerden von Verbrauchern über Telekommunikationsfirmen nehmen weiter zu. 2016 seien pro Monat durchschnittlich mehr als 18.000 Hinweise bearbeitet worden, teilte die Bundesnetzagentur am Mittwoch mit. Die Gesamtzahl sei „erstmalig auf rund 220.000“ gestiegen. Die Summe der wegen unerlaubter Telefonwerbung verhängten Bußgelder nahm demnach kräftig zu, größere Probleme beim Anbieterwechsel gab es hingegen seltener.

Ein Großteil der Beschwerden und Anfragen – mehr als 125.000 – bezog sich laut Bundesnetzagentur in diesem Jahr auf den Missbrauch von Rufnummern und unerlaubte Werbeanrufe. Werbung per Telefon ist nur erlaubt, wenn der Verbraucher dem vorher ausdrücklich zustimmt. Ein Verstoß dagegen kann mit bis zu 300.000 Euro Bußgeld bestraft werden.

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In diesem Jahr verhängte die Bundesnetzagentur den Angaben zufolge Bußgelder von insgesamt mehr als 800.000 Euro – deutlich mehr als 2015, als es rund 460.000 Euro waren. Außerdem schaltete die Behörde mehr als 3000 missbräuchlich genutzte Rufnummern ab.

Zuständig ist die Behörde auch für Probleme beim Wechsel des Telekommunikationsanbieters. Verbraucher müssen hier maximal eine Unterbrechung von einem Tag zwischen Abschaltung des alten und Aktivierung des neuen Anschlusses hinnehmen. Im Jahr 2016 zählte die Bundesnetzagentur rund 2700 Fälle, bei denen die Unterbrechung länger dauerte – 2015 waren es mit 5300 Fällen noch mehr als doppelt so viele gewesen.

Die Behörde betonte, ihr Ziel sei eine weitere Reduzierung. Dazu würden „alle zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel” eingesetzt.

Von

afp

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