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27.08.2013

09:25 Uhr

Telekommunikationsunternehmen

Telekom Austria will Kapitalerhöhung

Die Telekom Austria denkt über eine Kapitalerhöhung von einer halben Milliarde Euro nach. Das frische Geld könnte sie unter anderem für die Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen für schnelleres Internet benötigen.

Telekom Austria braucht wohlmöglich ebenso eine Kapitalerhöhung, da der Konzern wieder auf Einkaufstour in Zentral- und Osteuropa ist. Reuters

Telekom Austria braucht wohlmöglich ebenso eine Kapitalerhöhung, da der Konzern wieder auf Einkaufstour in Zentral- und Osteuropa ist.

WienDie Telekom Austria denkt einem Zeitungsbericht zufolge über eine Kapitalerhöhung von einer halben Milliarde Euro nach. Diesen Kapitalbedarf habe der Vorstand in einer Aufsichtsratssitzung vor zwei Wochen angemeldet, berichtete die Tageszeitung "Standard" am Dienstag ohne Angabe von Quellen. Sowohl der mexikanische Großaktionär America Movil als auch der staatliche Eigentümer ÖIAG hätten angekündigt, bei einem solchen Schritt mitzuziehen, um ihren Anteil stabil zu halten.

"Noch steht der Kapitalbedarf nicht fest, aber ich habe nicht vor, den ÖIAG-Anteil verwässern zu lassen", sagte ÖIAG-Chef Rudolf Kemler dem Blatt. Die staatliche Industrieholding hält derzeit 28,4 Prozent an der Telekom und ist damit der größte Einzelaktionär vor America Movil mit knapp 24 Prozent. Der Konzern des Milliardärs Carlos Slim hatte sich vergangenes Jahr bei der Telekom eingekauft.

Die Telekom Austria war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Zuletzt hatte der Konzern betont, er habe seinen Finanzbedarf für das laufende Jahr gedeckt. Seit Jahresbeginn hat sich das Unternehmen bereits 900 Millionen Euro über zwei Anleihen vom Kapitalmarkt geholt.

Das frische Geld könnte der Konzern zum einen für die in Kürze beginnende Versteigerung neuer LTE-Mobilfunkfrequenzen für schnelleres Internet benötigen. Analysten erwarten, dass das Unternehmen dafür mindestens 300 Millionen Euro ausgeben dürfte. Zudem ist der ehemalige Staatskonzern wieder auf Einkaufstour in Zentral- und Osteuropa und im Bieterrennen um den Kabelbetreiber Serbia Broadband (SBB). Dessen Eigentümer Mid Europa Partners will sich aus dem Unternehmen zurückziehen.

Von

rtr

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