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21.12.2012

09:25 Uhr

Testlauf

Facebook probt Geld gegen Nachrichten

Facebook ist auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Dafür startete das Online-Netzwerk nun einen Versuchsballon in den USA. Mitteilungen an Nutzer außerhalb des eigenen Freundeskreises kosten damit einen Dollar.

Smartphone mit der Facebook-App. AFP

Smartphone mit der Facebook-App.

New YorkFacebook testet in den USA die Möglichkeit, für einen Dollar eine Nachricht an jemanden außerhalb des eigenen Freundeskreises zu schicken. Es handele sich nur um einen eingeschränkten Probelauf, betonte das weltgrößte Online-Netzwerk in einem Blogeingtrag am späten Donnerstag. Die Zahl solcher Nachrichten ist auf eine pro Woche reduziert, Unternehmen können nicht an dem Test teilnehmen.

Die bezahlten Nachrichten landen direkt im Postfach des Angeschriebenen, statt in dem Unterordner „Sonstiges“, wo sie oft übersehen werden. Die Funktion könne zum Beispiel nützlich sein, wenn es um Job-Angebote gehe oder wenn man jemanden nach dem Auftritt bei einer Veranstaltung anschreiben wolle, erläuterte Facebook.

So funktioniert die Facebook-Werbeplattform

Spur im Netz

Ein Facebook-Nutzer informiert sich auf einer Website über ein Produkt. Ein Werbenetzwerk, das mit Facebook kooperiert, installiert einen „Cookie“, eine winzige Datei, die den Besuch dokumentiert. Etwa so: Nutzer interessiert sich für ein bestimmtes Mobiltelefon.

Auktion

Beim nächsten Facebook-Besuch informiert das Unternehmen das Werbenetzwerk. Der Nutzer bleibt dabei anonym. Der Werbedienstleister leitet binnen Sekunden eine Auktion ein. Hersteller bieten dafür, eine Anzeige zu präsentieren. Das beste Gebot bekommt den Zuschlag.

Der Preis wurde zunächst auf einen Dollar pro Nachricht angesetzt, aber Facebook wolle damit experimentieren, berichtete das „Wall Street Journal“. Facebook hat inzwischen mehr als eine Milliarde Mitglieder, aber das geschäftliche Wachstum verlangsamte sich zuletzt. Das Online-Netzwerk sucht nach neuen Einnahmequellen, auch weil sein Geschäft mit Werbung auf den von vielen genutzten mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets erst am Anfang steht.

Mit neuen Datenschutz-Regeln schaffte Facebook die Möglichkeit ab, konkret festzulegen, welche Nutzer einen anschreiben können. Stattdessen gibt es neue Filter. So können Nutzer einstellten, ob direkt im Postfach Nachrichten nur von ihren Freunden oder auch von Freunden der Freunde landen. Nachrichten von Unbekannten werden von Facebook normalerweise automatisch in den „Sonstiges“-Ordner einsortiert.

Von

dpa

Kommentare (1)

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socializeUprofits

21.12.2012, 19:27 Uhr

Ist doch super dieses social-networking. Neudeutsch: Abzocke. Was man nicht hat, braucht man nicht. Illusionen haben sich schon immer gut verkauft.

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