Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.07.2011

15:19 Uhr

The next big thing?

Gutschein-Anbieter Living Social strebt an die Börse

Immer mehr Internet-Firmen gehen an die Börse. Nächster Kandidat: Living Social, ein Konkurrent des Gutschein-Anbieters Groupon. Eine Milliarde Euro will das Unternehmen einsammeln – helfen dabei soll die Deutsche Bank.

Pausenraum bei LivingSocial. Quelle: dapd

Pausenraum bei LivingSocial.

New YorkDie Liste der blutjungen Internet-Firmen, die an die Börse streben und plötzlich Milliarden wert sind, scheint noch länger zu werden. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ und des TV-Senders CNBC vom Freitag zieht es nun auch die Schnäppchen-Website Living Social aufs Parkett. Demnach will der Groupon-Rivale rund eine Milliarde Dollar über Aktienverkäufe einsammeln. Die Zeitung berief sich in ihrem Bericht auf eingeweihte Personen.

Offenbar hat Living Social gerade unter anderem die Deutsche Bank mit den Vorbereitungen für den Börsengang beauftragt. Am Ende soll das Unternehmen inklusive der Aktien, die bei den Alteigentümern verbleiben, einen Börsenwert von zehn bis 15 Milliarden Dollar erreichen.

Living Social funktioniert wie Groupon: Die Websites bieten ihren Nutzern täglich Sonderangebote bei Firmen aus der Umgebung. Das Ganze funktioniert aber nur, wenn genügend Leute zugreifen. Die Internet-Unternehmen selbst kassieren eine Provision für die Vermittlung. Das Geschäft boomt und so finden sich immer mehr Nachahmer. Unter anderem zieht Google seinen eigenen Schnäppchen-Dienst namens „Google Offers“ auf.

Groupon strebt ebenfalls an die Börse und hat seine Pläne auch schon offiziell gemacht. Bis zu 750 Millionen Dollar will das Unternehmen einsammeln. Die „New York Times“ hält es sogar für denkbar, dass Groupon wegen der hohen Nachfrage das Volumen aufstockt und am Ende bis zu drei Milliarden Dollar erlöst; der Gesamtwert soll dann bei unglaublichen 30 Milliarden Dollar liegen.

Bei den Internet-Firmen herrscht derzeit Goldgräberstimmung. Jüngst sind das berufliche Online-Netzwerk LinkedIn und das Internet-Radio Pandora mit Milliardenbewertungen an die Börse gegangen, der Online-Spieleentwickler Zynga ist gerade auf dem Weg dahin und Facebooks Sprung aufs Parkett wird für 2012 erwartet. Viele der Firmen verdienen dabei nicht einmal Geld. Kritiker warnen deshalb schon vor einer neuen Internet-Blase.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Einanderer

10.07.2011, 10:56 Uhr

In den USA fliegt einem das Geld nur so zu. Man muss sich nur an die Börse trauen. Hierzulande regiert die Skepsis, schon alleine deshalb würde sowas hierzulande garnicht möglich sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×