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29.10.2013

17:04 Uhr

Thomson Reuters

Finanzdienstleister streicht Tausende Stellen

Thomson Reuters muss schlechten Zahlen Tribut zollen: Der Konzern rechnet in den kommenden Quartalen mit weiteren Herausforderungen – und reagiert mit weiteren Einsparungen.

Der Konzern ist 2008 aus der Übernahme der britischen Nachrichtenagentur Reuters durch den kanadischen Informationsanbieter Thomson entstanden. AFP

Der Konzern ist 2008 aus der Übernahme der britischen Nachrichtenagentur Reuters durch den kanadischen Informationsanbieter Thomson entstanden.

New YorkDer US-kanadische Medien- und Finanzdienstleistungskonzern Thomson Reuters will bis Ende kommenden Jahres 4500 Stellen abbauen. Betroffen sei vor allem die Sparte Finanzinformationen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dieser Unternehmenszweig beliefert Börsenhändler und andere Marktteilnehmer über Terminals mit Finanzmarkt-Informationen. Der Jobabbau ist deutlich umfangreicher als bislang bekannt: Im Februar hatte Thomson Reuters angekündigt, bis Ende dieses Jahres 2500 Stellen streichen zu wollen.

Thomson Reuters verkündete am Dienstag zudem schlechtere Geschäftszahlen: Im dritten Quartal verdiente das Unternehmen demnach 271 Millionen Dollar (196 Millionen Euro), das waren 39 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz sank im gleichen Zeitraum um drei Prozent. Thomson Reuters hatte Anfang Oktober einen umfassenden Konzernumbau angekündigt und die Beschäftigten vor "schwierigen Entscheidungen" gewarnt.

Zu Thomson Reuters gehört auch die Nachrichtenagentur Reuters. Ob auch hier Stellen abgebaut werden sollen, teilte das Unternehmen am Dienstag nicht mit. Eine Sprecherin hatte Anfang Oktober allerdings gesagt, geplante "Veränderungen" würden zu "einer leicht verkleinerten Redaktionsmannschaft" führen.

Von

afp

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