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20.01.2011

13:39 Uhr

Tiefdruckkonzern

Schlott hat die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt

VonHans-Peter Siebenhaar

Die Situation des Tiefdruckkonzerns Schlott wird immer prekärer. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sei mehr als die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt.

Bei Schlott ggen die Lichter langsam aus. Quelle: dpa

Bei Schlott ggen die Lichter langsam aus.

DÜSSELDORF. Der Freudenstadter Konzern hatte nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens eine neue Bilanz erstellen, damit der am Dienstag bestellte Insolvenzverwalter Siegfried Beck einen Überblick über die finanzielle Situation erhält. Die aktuelle Bewertung von Anteilen und Forderungen hat zur Folge, dass nun über die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt ist.

Vor diesem Hintergrund muss der Konzern umgehend einen außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Doch vom Insolvenzverwalter werden die entsprechende Gelder verweigert. Deshalb konnte Schlott bislang keinen Termin für die Aktionärsversammlung nennen.

Schlott war aufgrund des massiven Preisverfalls und der anhaltenden Überkapazitäten in Bedrängnis geraten. Während der Konkurrent Prinovis auf die Unterstützung des Mutterkonzerns Bertelsmann zählen kann, steht Schlott bei der Lösung seiner Probleme alleine da.

Schlott, einer der angesehensten Zeitschriften- und Katalogdrucker, soll als Ganzes erhalten bleiben. Das beteuerte Insolvenzverwalter Siegfried Beck. In Branche wird spekuliert, dass Prinovis sich für Teile von Schlott interessieren könnte. Doch eine Zerschlagung der Gruppe kommt zur Freude der Gewerkschafter für den Insolvenzverwalter nicht in Frage. Vom Insolvenzverfahren sind alle deutschen Konzerngesellschaften mit insgesamt 1480 Mitarbeitern getroffen. Laut Beck seien ihre Löhne und Gehälter über das Insolvenzgeld für drei Monate garantiert.

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