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11.02.2015

16:04 Uhr

Time Warner

Warner Bros verhagelt den Gewinn

Sinkende Einnahmen im Filmgeschäft haben den Gewinn bei Time Warner gedrückt. Im vierten Quartal sank der Überschuss um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem Warner Bros spielte zum Jahresende weniger Geld ein.

Der US-Medienriese hat den Start eines Online-only-Streamingservices für 2015 angekündigt, der Netflix Konkurrenz machen soll. Reuters

Time Warner verdient weniger

Der US-Medienriese hat den Start eines Online-only-Streamingservices für 2015 angekündigt, der Netflix Konkurrenz machen soll.

BangaloreÜberraschend schwache Geschäfte des Filmstudios Warner Bros haben dem US-Medienkonzern Time Warner zum Jahresende die Bilanz verhagelt. Die Veröffentlichung von Filmen wie „Edge of Tomorrow“ mit Tom Cruise oder „Tammy – Voll abgefahren“ auf DVD entpuppten sich als weniger erfolgreich als „Hangover 3“ oder „Man of Steel“ im Vorjahr. Das brockte dem Konzern im vierten Quartal einen Umsatzrückgang von einem Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar ein, wie Time Warner am Mittwoch bekanntgab.

Besser lief es dagegen dank höherer Abo-Gebühren beim Pay-TV-Sender HBO und der Sparte Turner Broadcasting mit Kanälen wie CNN, TBS und TNT. Dies konnte allerdings das Minus von 4,5 Prozent bei den Filmstudios nicht wettmachen. Warner Bros macht gut die Hälfte des Gesamtumsatzes aus, HBO und Turner die andere. Bei HBO, wo Erfolgsserien wie die Fantasy-Saga „Game of Thrones“ laufen, legten die Erlöse um 6,2 Prozent zu, bei Turner um 2,3 Prozent.

Unter dem Strich verdiente Time Warner 718 Millionen Dollar oder 84 Cent je Aktie, ein Minus von 27 Prozent. Ohne Sonderposten lag der Gewinn über den Erwartungen des Marktes. Das kam am Markt positiv an. Die Aktien legten vorbörslich gut ein Prozent zu.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Das Unternehmen strukturiert seine Geschäfte derzeit um. Die Kosten sollen gesenkt und im Rahmen dessen Stellen gestrichen werden. Im vergangenen Jahr wehrte sich Time Warner erfolgreich gegen eine 80 Milliarden Dollar schwere Übernahme durch den TV-Konzern 21st Century Fox von Medienmogul Rupert Murdoch.

Von

rtr

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