Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.02.2016

15:52 Uhr

Toshiba Medical

Elektronikkonzern will Gesundheitssparte verkaufen

Das von einem milliardenschweren Bilanzskandal erschütterte Unternehmen Toshiba plant offenbar den Verkauf seiner Gesundheitssparte. Experten erwarten einen Bieterwettstreit, der den Preis in die Höhe treibt.

Insidern zufolge trennt sich der japanische Konzern Toshiba von seiner Gesundheitssparte. Reuters

Toshiba

Insidern zufolge trennt sich der japanische Konzern Toshiba von seiner Gesundheitssparte.

TokioDer angeschlagene Elektronikkonzern Toshiba erwägt Insidern zufolge den kompletten Verkauf seiner Gesundheitssparte. Bei dem zu erwartenden Bieterwettstreit sei mit Erlösen weit über den bislang veranschlagten 3,2 Milliarden Euro zu rechnen, sagten mit den Überlegungen vertraute Personen am Montag.

Teile der Gesundheitssparte Toshiba Medical hat das von einem milliardenschweren Bilanzskandal erschütterte japanische Unternehmen bereits zur Disposition gestellt. Steigende Kosten für den Konzernumbau hätten den Vorstand jedoch dazu bewogen, sich komplett von dem Bereich zu trennen, sagten die Insider.

Zu den Interessen zählen demnach der US-Finanzinvestor KKR, der mit Panasonic Healthcare bereits einen Hersteller von Medizinprodukten besitzt. In die zweite Runde des Bieterverfahrens hätten es zudem die japanischen Konzerne Canon, Fujifilm sowie Konica geschafft. Die drei Kamera-Hersteller bieten auch Medizintechnik an. Abgabefrist für die Gebote ist Freitag.

Toshiba: Minus nach Bilanzskandal fällt noch größer aus

Toshiba

Minus nach Bilanzskandal fällt noch größer aus

Der Bilanzskandal hat weitaus schlimmere Folgen: Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Toshiba ein noch größeres Milliarden-Minus. Dabei ist das Ergebnis des Elektronikkonzerns schon nach drei Quartalen verheerend.

Um wieder auf Beine zu kommen, streicht der japanische Konzern 10.000 Stellen und konzentriert sich auf seine Atomsparte und das weitere Energie-Geschäft wie auch auf die Produktion von Nano-Halbleitern, die in Smartphones zum Einsatz kommen.

Die Restrukturierung wird allerdings immer teurer. Für das im März endende Geschäftsjahr 2015/16 rechnet Toshiba mit einem Verlust von 710 Milliarden Yen (5,4 Milliarden Euro) und damit deutlich mehr als mit 550 Milliarden Yen (4,5 Milliarden Euro) zunächst erwartet.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×