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17.07.2017

19:43 Uhr

Toshiba

Verkauf von Landis+Gyr ist wohl vom Tisch

Toshiba hat Insidern zufolge den Verkauf der Schweizer Tochter Landis+Gyr aufgegeben. Damit kann der Messtechnik-Hersteller an die Börse gehen. Das Volumen hat das Unternehmen auf bis zu 2,4 Milliarden Franken beziffert.

„Aufgrund der starken Nachfrage geht das IPO zu 99,9 Prozent über die Bühne“, schätzt ein Insider. Reuters

Landis+Gyr

„Aufgrund der starken Nachfrage geht das IPO zu 99,9 Prozent über die Bühne“, schätzt ein Insider.

Zürich/FrankfurtDer angeschlagene japanische Technologiekonzern Toshiba verfolgt die Verhandlungen für einen Verkauf der Schweizer Tochter Landis+Gyr Insidern zufolge nicht weiter. Damit stehe einem Börsengang des Messtechnik-Herstellers am Freitag nichts mehr im Wege, erklärten drei mit der Situation vertraute Personen am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. „Aufgrund der starken Nachfrage geht das IPO zu 99,9 Prozent über die Bühne“, erklärte einer der Insider.

Der Stromzählerhersteller hatte vergangene Woche einen Börsengang mit einem Volumen von bis zu 2,4 Milliarden Franken angekündigt. Toshiba benötigt das Geld aus dem größten Börsengang in der Schweiz seit mindestens zwei Jahren dringend, um sich neu aufzustellen. Der Konzern will seinen gesamten Anteil von 60 Prozent verkaufen. Die restlichen 40 Prozent gehören dem staatlich unterstützten Investmentfonds Innovation Network Corp of Japan, der ebenfalls einen Komplettausstieg plant. Als Alternative zu einem Börsengang stand stets auch ein Unternehmensverkauf zur Debatte. Ein Sprecher für das Unternehmen erklärte, ein Verkauf sei weiterhin eine Option.

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Ein Insider sagte dagegen, die zwei letzten Bieter hätten sich zurückgezogen. Die Finanzinvestoren seien nicht bereit, den Preis zu bezahlen, der wohl mit einem IPO erlöst werde. Eine zweite Person ergänzte, mit einem Börsengang habe Toshiba schneller Gewissheit, dass die Transaktion auch tatsächlich über die Bühne gehe. Eine dritte Quelle sagte, das im Rahmen des Börsengangs vorliegende Angebot an Aktien sei bereits mehrfach überzeichnet. Er rechnete damit, dass die Titel im oberen Drittel der von 70 bis 82 Franken reichenden Spanne platziert würden.

Von

rtr

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