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11.04.2014

01:44 Uhr

Trotz Datenschutz-Bedenken

Regulierungsbehörde erlaubt Facebook den WhatsApp-Kauf

Facebook will WhatsApp übernehmen. Dagegen hatten Verbraucherschützer bei der US-Regulierungsbehörde Beschwerde eingelegt, sie bangen um den Datenschutz. Die FTC erlaubt den Deal - allerdings mit einer Warnung.

Gemeinsam haben sie es geschafft: Facebook erreicht mit seinem Nachrichtendienst WhatsApp nun über eine Milliarde Menschen weltweit. AFP

Gemeinsam haben sie es geschafft: Facebook erreicht mit seinem Nachrichtendienst WhatsApp nun über eine Milliarde Menschen weltweit.

WashingtonFacebook hat von der US-Regulierungsbehörde FTC grünes Licht für die Übernahme des Smartphone-Nachrichtendienstes WhatsApp erhalten. In einem Brief an die beiden Unternehmen warnte die FTC allerdings am Donnerstag, der Datenschutz bei WhatsApp dürfe nach dem Deal nicht aufgeweicht werden.

Sollte WhatsApp seine entsprechenden Zusagen nicht einhalten, dann "könnte dies gegen das Gesetz verstoßen" und Folgen haben, heißt es in dem Schreiben der Federal Trade Commission (FTC). „Wir wollen deutlich machen, dass WhatsApp diese Versprechen an Verbraucher ungeachtet der Übernahme erfüllen muss“, schrieb die FTC.

Verbraucherschützer stemmen sich gegen Übernahmepläne

Facebook hatte Mitte Februar den Kauf von WhatsApp für insgesamt 19 Milliarden Dollar (fast 14 Milliarden Euro) angekündigt. Die Übernahmepläne haben Verbraucherschützer auf den Plan gerufen. Denn anders als Facebook hat WhatsApp seinen geschätzten 450 Millionen Nutzern versprochen, keine Namen, E-Mails, Adressen oder andere Informationen aus den Handy-Adressbüchern zu sammeln oder die verschickten Botschaften zu speichern.

Im vergangenen Monat hatten zwei US-Verbraucherschutzgruppen Beschwerde bei der FTC gegen die Übernahme eingelegt. Eine Facebook-Sprecherin sagte am Donnerstag, das Unternehmen sei zufrieden mit der Überprüfung durch die Regulierungsbehörde und Facebook und WhatsApp würden nach Abschluss der Übernahme weiterhin alle Gesetze einhalten.

Facebook war von der FTC bereits wegen wechselnder Datenschutz-Bestimmungen ins Visier genommen worden. Das Unternehmen hatte die Ermittlungen 2011 mit Zugeständnissen beenden können. Dabei versprach Facebook unter anderem, Nutzer besser über Änderungen bei der Privatsphäre zu informieren und stimmte für 20 Jahre unabhängigen Kontrollen zu. Auch die Übernahme von Instagram musste sich Facebook von der FTC genehmigen lassen.

WhatsApp mit inzwischen rund 480 Millionen Kunden sammelt kaum Informationen über die Nutzer und zeigt keine Werbung an.

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