Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.06.2013

19:16 Uhr

Trotz Ermittlungen

France-Telecom Chef bleibt im Amt

Gegen Stephane Richard laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Veruntreuung. An der Spitze der France-Telecom bleibt er aber trotzdem. Die Spekulationen über seinen Verbleib haben vorerst ein Ende.

Der France-Telecom-Chef Stephane Richard wird von dem langjährigen Rechtsstreit zwischen der Regierung und dem Unternehmer Bernard Tapie eingeholt. Reuters

Der France-Telecom-Chef Stephane Richard wird von dem langjährigen Rechtsstreit zwischen der Regierung und dem Unternehmer Bernard Tapie eingeholt.

ParisFrance-Telecom-Chef Stephane Richard bleibt trotz der Ermittlungen wegen des Verdachts der Veruntreuung im Amt. Der Verwaltungsrat habe volles Vertrauen in seinen Vorsitzenden, teilte France Telecom am Montagabend mit. Präsident Francois Hollande hatte sich bereits am Sonntag hinter Richard gestellt.

Der französische Staat ist mit 27 Prozent an dem Unternehmen beteiligt. Die Spekulationen über einen Verbleib Richards im Amt waren vor einer Woche aufgekommen, nachdem Staatsministerin Fleur Pellerin dies als "offene Frage" bezeichnet hatte.

Das sind die größten Telekommunikationsunternehmen

Platz 10

Deutsche Telekom - 37,05 Milliarden Euro

Platz 9

Telstra (Australien) - 42,84 Milliarden Euro

Platz 8

NTT (Japan) - 43,13 Milliarden Euro

Platz 7

Telefonica (Spanien) - 46,31 Milliarden Euro

Platz 6

NTT Docomo (Japan) - 47,99 Milliarden Euro

Platz 5

America Movil (Mexiko) - 66,96 Milliarden Euro

Platz 4

Verizon (USA) - 93,38 Milliarden Euro

Platz 3

Vodafone (Großbritannien) - 94,26 Milliarden Euro

Platz 2

AT & T (USA) - 145,27 Milliarden Euro

Platz 1

China Mobile - 177,02 Milliarden Euro

Ranking nach Marktkapitalisierung (Dezember 2012) - Quelle: Bloomberg

Richard wird wie die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, von dem langjährigen Rechtsstreit zwischen der Regierung und dem Unternehmer Bernard Tapie eingeholt. Damals war Lagarde Finanzministerin unter Präsident Nicolas Sarkozy und Richard ihr Stabschef.

Der Sarkozy-Unterstützer Tapie wollte Schadenersatz, weil er sich beim Verkauf seiner Adidas -Beteiligung von der damaligen Staatsbank Credit Lyonnais geprellt sah. Lagarde legte den Streit bei, indem sie Tapie 2008 nach einer außergerichtlichen Einigung 285 Millionen Euro aus der Staatskasse zahlte.

Die Justiz soll nun klären, ob es sich dabei um eine Veruntreuung öffentlicher Gelder handelte. Während Lagarde ein Ermittlungsverfahren bislang erspart blieb, wurde gegen Richard ein solches vergangene Woche eingeleitet.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×