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28.10.2013

14:32 Uhr

Trotz Fachkräftemangel

Kaum steigende Gehälter für IT-Spezialisten

Der Fachkräftemangel in der deutschen IT-Branche ist seit Jahren ein Problem. Trotzdem bleiben die Gehälter größtenteils niedrig. Eine Studie zeigt, dass in manchen Branchenkreisen beim Lohn sogar eingespart wird.

Ein IT-Mitarbeiter in einem Rechenzentrum: Die Branche leidet unter Fachkräftemangel, die Gehälter bleiben trotzdem niedrig. obs

Ein IT-Mitarbeiter in einem Rechenzentrum: Die Branche leidet unter Fachkräftemangel, die Gehälter bleiben trotzdem niedrig.

MünchenDer Fachkräftemangel in der IT-Branche in Deutschland macht sich für die IT-Spezialisten nicht positiv bei ihrem Gehalt bemerkbar. Ganz im Gegenteil: Die Jahreseinkommen sind in der Branche insgesamt in diesem Jahr lediglich um ein Prozent gestiegen, in manchen Bereichen sogar gesunken. Das ergab eine Studie, die die Zeitschrift „Computerwoche“ gemeinsam mit der Beratungsfirma Personalmarkt erhoben hat.

„Natürlich muss kein Mitarbeiter auf Geld verzichten, aber das Niveau bei Neueinstellungen hat das des letzten Jahres nicht erreicht“, sagte Tim Böge, Geschäftsführer der Personalmarkt Services. Die Gehälter von weniger qualifizierten Mitarbeitern stagnierten demnach im Jahresvergleich oder sanken sogar.

Profitieren konnten Spezialisten für SAP-Beratung, Web-Design und IT-Coaching mit einer überdurchschnittlichen Gehaltsaufstockung. Web-Designer rangieren allerdings am unteren Ende der Gehaltsskala, konnten sich inzwischen aber verbessern. Das Durchschnittsgehalt (37.000 Euro) lag vor zwei Jahren noch rund 2000 Euro niedriger als in diesem Jahr.

Zu den Spitzenverdienern gehören demnach IT-Projektleiter mit einem Jahressalär von 74.170 Euro. Bei Leitungsbefugnis kann das Gehalt auch noch um bis zu einem Drittel höher ausfallen. Danach folgen SAP-Berater (66.457 Euro), IT-Berater (63.610 Euro) und IT-Sicherheitsexperten mit 62.360 Euro durchschnittlichem Jahresgehalt.

Eine gute Ausbildung führt demnach meist zu einem höheren Gehalt. Die Vergütung variiert aber deutlich in den unterschiedlichen Branchen. Ein Umstieg vom Gesundheitswesen in die Branche des Maschinenbaus kann durchaus rund 20.000 Euro mehr auf das jährliche Gehaltskonto zaubern. Auch die Größe des Unternehmens spielt eine Rolle: Je größer das Unternehmen, desto höher die Vergütung, so das Ergebnis.

Für die Studie wurden zwischen Mai und August dieses Jahres 16.254 Datensätze von 28 IT-Funktionen erhoben und hinsichtlich Höhe und Struktur des Gehalts ausgewertet.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

28.10.2013, 14:54 Uhr

Wird halt daran liegen, dass der Fachkräftemangel gelogen ist.

Einkommen = offene Stellen / verfügbare Arbeitskräfte

Es gibt keinen Mangel an Fachkräften, sondern nur an Billigkräften. Wenn man die Zugangsbedingungen nach Deutschland für Fachkfäfte auf 35T€/Jahr senkt, sucht man keine Fachkräfte, sondern Billigkräfte!

Account gelöscht!

28.10.2013, 15:43 Uhr

"Wird halt daran liegen, dass der Fachkräftemangel gelogen ist. "

Ist doch eh klar.
Aber es liegt auch daran das im IT-Bereich in D und Europa sowieso alles mehr oder weniger stagniert.

warumgehtnichtdieApp

28.10.2013, 16:13 Uhr

Es gibt keinen Fachkräftemangel in der IT in D, da in D wenig Innovation vorangetrieben wird. Auch der IT Gipfel war heisse Luft von den Egomanen der Datev und Software Ag mit BK Merkel. Siehe hierzu auch den Rückstand bei Kommunikationsinfrastruktur, SEARCH und Sicherheit.

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