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24.01.2008

14:12 Uhr

Trotz Finanzkrise

Software AG demonstriert ungebremsten Optimismus

Die Software AG hat nach einem Gewinnsprung im vierten Quartal 2007 ihre Erwartungen für das laufende Jahr leicht nach oben geschraubt. Der drohende Wirtschaftsabschwung im wichtigen US-Markt und die Finanzkrise können den Optimismus nicht trüben.

HB FRANKFURT. Der Konzern rechnet für 2008 mit einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 24 Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Der Umsatz soll währungsbereinigt um 24 bis 27 Prozent zulegen. "Auch in Krisenzeiten ist Prozesssoftware das Produkt, das die Kunden kaufen", sagte Vorstandschef Karl -Heinz Streibich.

An der Börse feierten die Anleger die Zuversicht mit einem Kurssprung um bis zu 17 Prozent.

Gestützt von einer starken Nachfrage nach Lizenzen für die Firmensoftware des Unternehmens kletterte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) im vergangenen Jahr um 23 Prozent auf 136,8 Mill. Euro. Der für spätere Wartungs- und Dienstleistungsaufträge wichtige Umsatz mit Softwarelizenzen legte um 53 Prozent auf 241 Mill. Euro zu. Die Software AG zog auch im vierten Quartal zahlreiche Aufträge aus der Finanzwelt an Land, obwohl viele Software-AG-Kunden, darunter Großbanken wie Bank of America, Citibank und Morgan Stanley, teilweise massiv unter der Krise leiden.

Analysten zeigten sich mit den Zahlen zufrieden. Die erhöhte Prognose sei angesichts der unsicheren Aussichten über die Investitionsbereitschaft der Unternehmen "willkommen", urteilte Citigroup -Analyst Marc Geall.

Gedämpft werden könnte das Wachstum der Software AG aber durch den schwachen Dollar. 2007 hat dieser das Wachstum bereits um acht Prozent gebremst. Die starke Präsenz in den USA kann die negativen Währungseffekte jedoch abmildern. Die Software AG macht rund 40 Prozent ihres Geschäfts in den USA.

Der schwache Dollar hat aber auch positive Auswirkungen für die Darmstädter - er macht Zukäufe in den USA billiger. Die Software AG schaue sich weiterhin nach möglichen Übernahmezielen um, sagte Streibich. Diese seien aber eher kleiner als der im Frühjahr für umgerechnet rund 400 Mill. Euro übernommene Konkurrent webMethods. "Es könnte so in der Größenordnung bis zu 100 Mill. Euro sein."

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