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05.07.2011

11:21 Uhr

Trotz Flaute

IFA prognostiziert Zuwächse

Trotz allgemeiner Marktflaute und hartem Preiskampf: Die Funkausstellung IFA rechnet in diesem Jahr mit einem weiteren Ausstellerplus.

Ein Stand auf der IFA im Jahr 2010. Quelle: Reuters

Ein Stand auf der IFA im Jahr 2010.

MünchenDie Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin steht trotz der gegenwärtigen Flaute auf dem Markt für Unterhaltungselektronik vor einem weiteren Ausstellerplus. „Wir wachsen in allen Segmenten, in fast jedem verzeichnen wir ein zweistelliges Wachstum“, sagte Messeorganisator Jens Heithecker am Dienstag in München. Die Aussteller ziehe es trotz schwieriger Absatzsituation auf das Berliner Messegelände. „Der Markt wächst trotz eines enormen Preiskampfs“, sagte Heithecker.

Nach dem Absatzboom 2010 haben vor allem Fernseher- und Computerhersteller mit niedriger Nachfrage zu kämpfen. „Handel und Industrie sind im Moment nicht so gut drauf. Es gibt im Markt ein Zögern der Konsumenten“, erläuterte der Messeorganisator. Auch deutsche Hersteller wie der größte heimische Anbieter Loewe hatten zuletzt die schwindende Kauflust auf Unterhaltungselektronik zu spüren bekommen. Marktforscher erwarten allerdings ein starkes Weihnachtsgeschäft, was der Branche im laufenden Jahr doch noch zu einem Wachstum verhelfen werde.

Die IFA hat sich neben der US-Messe CES inzwischen international zur größten und wichtigsten Messe für Unterhaltungsgeräte, Hausgeräte und Verbrauchelektronik entwickelt. Heithecker räumte aber ein, dass der Messe 80 Jahre nach der Erfindung des Fernsehens in diesem Jahr große neue Publikumskracher fehlen: „Wir können nicht absehen, dass es eine Technologie gibt, die jetzt alles sprengen wird.“ Das vielbeachtete dreidimensionale Fernsehen hat sich bislang nicht als Absatztreiber für den Sektor erwiesen. „Man kauft sich wegen 3D keinen neuen Fernseher. Aber wenn man sich ein neues Gerät kauft, dann meistens mit 3D.“

Zunehmend drängten Mobilfunkanbieter wieder auf die IFA, da sich Anbieter wie die Deutsche Telekom oder Vodafone verstärkt als TV-Anbieter engagierten. Auch der Markt mit mobilem Internet und neuartigen Handys lege stark zu. „Wir sind in Deutschland mit Smartphones nicht mehr so weit von den Fernseher-Umsätzen entfernt“, sagte Heithecker. Die 51. IFA öffnet am 2. September für sechs Tage ihre Tore.

Von

rtr

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