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18.04.2012

08:47 Uhr

Trotz Gewinnrückgang

Intel übertrifft Erwartungen

Der weltgrößte Chiphersteller Intel muss einen Gewinneinbruch von rund 13 Prozent verkraften - der Konzern leidet unter hohen Entwicklungskosten. Die Nachfrage nach PCs sei trotz der Tablet-Computer weiterhin robust.

Das Intel-Logo an der Unternehmenszentrale in Santa Clara. dapd

Das Intel-Logo an der Unternehmenszentrale in Santa Clara.

New York/Santa ClaraDer weltgrößte Chiphersteller Intel leidet unter höheren Entwicklungs- und Werbeausgaben sowie den Folgen der Überschwemmungen in Thailand. Insgesamt sank der Gewinn des US-Konzerns im ersten Geschäftsquartal um 13 Prozent, wie Intel in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Nach der Naturkatastrophe in Thailand war die Produktion von PCs und damit auch die Nachfrage nach Intel-Chips zurückgegangen.

Während Intel im ersten Vierteljahr 2011 noch 3,16 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) erwirtschaftet hatte, waren es ein Jahr später nur noch 2,74 Milliarden Dollar. Der Umsatz lag unverändert bei 12,9 Milliarden Dollar.

Zwar übertraf Intel mit seinem Ergebnis die Erwartungen der Analysten, dem Kurs der Aktie half das allerdings wenig: Er gab nachbörslich um mehr als zwei Prozent auf 27,79 Dollar nach. Allerdings hatte das Papier zuvor im regulären Handel mit 28,78 Dollar ein neues Sieben-Jahres-Hoch markiert.

Im vergangenen Jahr hatte Intel den Sicherheitssoftware-Anbieter McAfee und eine Sparte von Infineon gekauft. Die Zukäufe und die damit einhergehenden Mehreinnahmen schlugen sich jedoch nicht in der Bilanz nieder, da dieses Quartal eine Woche kürzer war als das im Vorjahr und damit den positiven Effekt zunichtemachte.

Ein Grund für die höheren Kosten war die Einführung einer neuen Chipgeneration im ersten Quartal. Weitere Neuentwicklungen stehen bevor. Zudem litt Intel - wie auch viele andere Unternehmen der PC-Branche - weiterhin unter den Folgen der Überschwemmungen in Thailand, die die Festplatten-Herstellung zeitweise stillgelegt hatten. Die dadurch gesunkene Computer-Produktion belastete bereits das vierte Quartal von Intel.

Für das zweite Quartal rechnet das Unternehmen mit 13,1 bis 14,1 Milliarden Dollar Umsatz, Analysten erwarten 13,4 Milliarden Dollar. Die Zukunft des Unternehmens liegt laut Intel-Chef Paul Otellini in den sogenannten Ultrabooks, besonders leichten und dennoch leistungsfähigen Laptops für den mobilen Einsatz.

Hier will Intel den Absatz mit neuen, sparsamen Chips ankurbeln. Dafür will der Konzern auch die größte Werbekampagne der vergangenen Jahre anschieben, um mit der neuen Geräteklasse etwa dem MacBook Air von Apple Konkurrenz zu machen.

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