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14.10.2011

15:56 Uhr

Trotz Milliardengebots

US-Videoplattform Hulu wird nicht verkauft

Die Medienkonzerne News Corp. und Disney halten weiter an ihrer Videoplattform Hulu fest. Der Internet-Gigant Google soll bis zu vier Milliarden Dollar geboten haben - aber offenbar war das nicht genug.

Google soll bis zu vier Milliarden Euro für Hulu geboten haben. dpa

Google soll bis zu vier Milliarden Euro für Hulu geboten haben.

New YorkDer Verkauf der US-Videoplattform Hulu ist nach monatelangen Verhandlungen abgeblasen worden. Die Eigentümer, unter anderem die Medienriesen News Corp. und Disney, beschlossen, den Dienst doch selbst weiterzuführen. Bei Hulu können amerikanische Internet-Nutzer sich ausgewählte Fernsehsendungen ansehen. Die Plattform finanziert sich hauptsächlich durch Werbung, hat aber auch den Abo-Dienst Hulu Plus.

Unter den Kaufinteressenten waren laut Medienberichten die Internet-Konzerne Yahoo und Google sowie der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon. Die Hulu-Eigentümer verlangten demnach mehr als zwei Milliarden Dollar, wollten dafür aber nur kurzfristige Lizenzen für die Sendungen gewähren.

Dem Vernehmen nach soll Google zum Aufbessern seiner Videoplattform YouTube so sehr an Hulu interessiert gewesen sein, dass der Internet-Riese bis zu vier Milliarden Dollar bezahlen wollte - aber dafür auch längere Nutzungsrechte verlangte. In den USA wird Hulu gelegentlich als „Zukunft des Fernsehens“ angepriesen. Zugleich wagen die Medienkonzerne nur zaghafte Experimente mit Webvideos, weil sie ihre heutigen Geschäftsmodelle nicht untergraben wollen.

Von

dpa

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