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15.05.2012

09:28 Uhr

Trotz Verlusten

Pay-TV-Sender Sky Deutschland legt zu

Starke Abo-Zuwächse haben die Verluste beim Bezahlsender Sky Deutschland reduziert. Im ersten Quartal stand der Murdoch-Konzern mit 73 Millionen Euro in den roten Zahlen. Sky-Chef Sullivan erwartet für 2013 einen Gewinn.

Eine Kamera mit dem Sky-Logo. dpa

Eine Kamera mit dem Sky-Logo.

MünchenSky Deutschland ist dank neuer Abonnenten der Gewinnzone wieder ein Stück näher gekommen. Die Zahl der zahlenden Zuschauer sei im ersten Quartal um 73.000 auf 3,085 Millionen gestiegen, teilte Sky am Dienstag mit. Der Konzern führt den Erfolg unter anderem auf seine HD-Sender zurück - mittlerweile empfängt jeder dritte Sky-Kunde seine Programme in HD. In den ersten drei Monaten konnte der Bezahlfernsehsender seinen operativen Quartalsverlust (Ebitda) auf 40,6 Millionen Euro von 55 Millionen Euro reduzieren. Analysten waren im Schnitt von 37,5 Millionen Euro Betriebsverlust und 69.300 neuen Abonnenten ausgegangen. An der Börse kam das Abo-Plus gut an: Die MDax-Aktie legte sechs Prozent zu.

Das Management bestätigte seine Prognose: 2012 soll der Ebitda-Verlust signifikant eingedämmt werden, 2013 solle es dann schwarze Zahlen geben. Vergangenes Jahr lag dieses Kennzahl noch bei minus 155 Millionen Euro. Der Anfang der 1990er-Jahre gegründete und früher als "Premiere" bekannte Sender hat bisher erst einmal ein Jahr mit Gewinnen abgeschlossen.

Fußball-Milliarden

Der Sprung in die Profitabilität drängt, da ab 2013 eine Kostenlawine auf den Münchner Konzern zurollt. Sky überweist ab dann für Live-Rechte an der Fußball-Bundesliga pro Saison 486 Millionen Euro - fast doppelt so viel wie bisher. Für die gesamte Ausschreibungszeit von 2013 bis 2017 legt Sky insgesamt mehr als 1,9 Milliarden Euro auf den Tisch. Sky setzte sich damit Mitte April gegen den Angriff der Deutschen Telekom durch, die für alle Live-Rechte mitgeboten hatte. Analysten fragen sich seitdem, wie Sky die hohen Zusatzausgaben für sein Zugpferd Fußball wieder verdienen will.

Sky-Haupteigner ist der Medienmogul Rupert Murdoch. Seit seinem Einstieg 2008 hat Murdoch mit seinem Konzern News Corp gut eine Milliarde Euro in das PayTV-Unternehmen gesteckt.

Von

rtr

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