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18.04.2013

12:42 Uhr

Trotz Verlusten

Sky-Chef Sullivan verdient mehr als die Dax-Bosse

Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan lässt mit seinem Gehalt einige Dax-Chefs als aussehen. Dabei schreibt der Pay-TV-Sender weiter rote Zahlen - und die Kosten sollen in den kommenden Jahren weiter steigen.

Brian Sullivan, Chef des TV-Bezahlsenders Sky Deutschland, gehört zu den bestverdienenden Managern in Deutschland. dpa

Brian Sullivan, Chef des TV-Bezahlsenders Sky Deutschland, gehört zu den bestverdienenden Managern in Deutschland.

MünchenObwohl sein Unternehmen seit Jahren Verluste schreibt, gehört Sky-Deutschland-Chef Brian Sullivan zu den Top-Verdienern unter den Konzernchefs in Deutschland. Der Manager bekam im vergangenen Jahr fast 5,7 Millionen Euro und damit mehr als der Durchschnitt der 30 Dax-Chefs von 5,3 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht des Konzerns hervorgeht. Sullivan lässt Kollegen wie etwa Telekom-Chef René Obermann (4,2 Millionen Euro), Lufthansa-Chef Christoph Franz (2,9) oder Post-Boss Frank Appel (5,5) zum Teil deutlich hinter sich.

Dabei schreibt der Bezahlsender unter dem Strich nach wie vor rote Zahlen, auch wenn Sullivan etwa Abo-Zahlen und Umsatz deutlich steigerte. Sky Deutschland hat knapp 2000 Mitarbeiter und machte 2012 fast 200 Millionen Euro Verlust - und in den kommenden Jahren dürften die kosten weiter steigen.

Denn die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga werden ab der nächsten Saison deutlich teurer. Die Zahlungen für das 1,94 Milliarden Euro schwere Paket für die Live-Übertragung der Spielzeiten 2013 bis 2017 sind nicht gleichmäßig über die Jahre verteilt, wie Rechtsvorstand Holger Enßlin am Donnerstag auf der Hauptversammlung in München erläuterte. "Die Lizenkosten betragen im Durchschnitt pro Jahr 486 Millionen Euro, in den ersten Jahren niedrigere Kosten und in den letzten Jahren höhere Kosten als Durchschnitt", sagte Enßlin. Der Betrag von 1,94 Milliarden Euro war eine Rekordsumme, mit der die News-Corp -Tochter in der Versteigerung die Deutsche Telekom ausgestochen hatte.

Die Pakete im Überblick

Die Sky-Pakete

Die Sky-Pakete im Überblick:

Bundesliga Pay Broadcast (Kabel, Satellit und Terrestik)

Bundesliga Pay Netcast I (IPTV: Live-Übertragung über Internet per Settopbox auf den TV, bisher bei der Telekom)

Bundesliga Pay Netcast II (Web- und Mobile-TV: Live-Übertragung auf PCs, Tablet-Computern und Handys)

Bundesliga Pay Erstverwertung Samstag (Verwertungsfenster für Highlights jeweils bis drei Stunden nach Anpfiff)

Bundesliga Pay Erstverwertung Sonntag (Verwertungsfenster für Highlights Sonntags 19.00 Uhr - 20.00 Uhr)

2. Bundesliga Pay

Die ARD-Pakete

Die ARD-Pakete im Überblick:

Free Live (mit Supercup, Saisoneröffnungsspiel und Rückrundeneröffnung, Relegation in 1. und 2. Liga)

Free Erstverwertung Samstag (Verwertungsfenster für alle Freitags- und Samstagsspiele, außer Top-Spiel: Samstags 18.30 Uhr- 20.15 Uhr)

Free Erstverwertung Sonntag (Verwertungsfenster: Sonntags 21:15 Uhr - 23:00 Uhr)

Das ZDF-Paket

Das ZDF-Paket:

Free Erst- und Zweitverwertung (Verwertungsfenster für alle Freitags- und Samstagsspiele der 1. Liga und die 13 Uhr der Liga 2: Samstags 21.45 Uhr - 24.00 Uhr)

Das Sport1-Paket

Das Sport1-Paket:

Free Drittverwertung (Verwertungsfenster für alle Freitags- und Samstagsspiele: Sonntags 6:00 Uhr - 15:00 Uhr; maximal 90 Minuten)

Das Axel-Springer-Paket

Das Axel-Springer-Paket:

Highlight Clips Netcast II (Web- und Mobile-TV, Verwertungsfenster für alle Spiele der 1. und 2. Liga, Supercup und Relegation:

Ab 1 Stunde nach Spielende (Pay) und ab 0:00 Uhr am Tag nach der Free-Erstverwertung (Free))



Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

19.04.2013, 20:09 Uhr

Da fragt man sich was dieser Mann so besonderes leistet. Aber das frage ich mich allgemein bei den Managern, die Null Haftung haben, aber Millionen kassieren.

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