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20.10.2011

13:47 Uhr

TV-Geschäft

Panasonic plant drastische Kürzungen

Panasonic will mit scharfen Einschnitten sein TV-Geschäft wieder auf Kurs bringen. Der japanische Elektronikkonzern erwägt angeblich, eine Produktionsstätte für LCD-Bildschirme zu verkaufen und 1000 Stellen zu streichen.

Panasonics TV-Geschäft steht seit Jahren unter Druck. dpa

Panasonics TV-Geschäft steht seit Jahren unter Druck.

TokioIm Zuge des Sparprogramms soll neben dem Verkauf der Fabrik und dem Stellenabbau auch die Produktion von Plasma-Displays gedrosselt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag unter Berufung auf Quellen im Unternehmen.

Panasonics TV-Geschäft steht seit Jahren unter Druck, Investitionen waren bereits im April für das laufende Geschäftsjahr eingefroren worden. Das Unternehmen hatte sich bei seinen modernen Flachbildfernsehern vor allem auf Plasma-Displays spezialisiert, die sich gegen die Flüssigkristall-Bildschirme (LCD) allerdings nicht im breiten Massenmarkt durchgesetzt haben. Nach Zahlen der Marktforscher von DisplaySearch geht der Absatz von Plasma-TVs aufgrund des anhaltenden Preisdrucks derzeit pro Quartal zweistellig zurück.

Panasonics Plasma-Panel-Fabrik in Amagasaki im Westen Japans soll nun dem Bericht zufolge bis Ende des Geschäftsjahres im März 2012 die Produktion stoppen, die LCD-Fabrik in Mobara östlich von Tokio solle verkauft werden. Rund 1000 Stellen sollen durch vorgezogenen Ruhestand wegfallen.

Erst vor rund zwei Wochen kündigte Panasonic allerdings an, eine eigene Fabrik für Bauteile für Personal Computer und Handys in China zu bauen. Bislang hatte das Unternehmen auf gemietete Produktionsstätten zurückgegriffen. Das geplante Werk in Suzhou im Osten Chinas soll bereits im April 2012 die Produktion aufnehmen.

Von

dpa

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