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21.07.2013

12:39 Uhr

TV-Hersteller

Loewe plant Produktionsverlagerung nach Asien

Der Chef des Fernsehherstellers Loewe will die Produktion nahezu vollständig an ein asiatisches Unternehmen übergeben. Am Standort in Franken will er sich auf die Kernkompetenzen der Firma konzentrieren.

Der Fernsehhersteller musste in dieser Woche Gläubigerschutz beantragen. dpa

Der Fernsehhersteller musste in dieser Woche Gläubigerschutz beantragen.

HamburgDer Vorstandsvorsitzende des angeschlagenen fränkischen Fernsehherstellers Loewe, Matthias Harsch, will die Produktion nahezu komplett von einem asiatischen Unternehmen übernehmen lassen. „Wir sind kein Gerätehersteller mehr, das versuche ich der Firma auch auszureden“, sagte Harsch dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. In Kronach müsse sich Loewe auf die Kernkompetenzen wie Bediener-Software und Design beschränken. Dabei brachte der Loewe-Chef einen weiteren Jobabbau ins Gespräch. Er könne nicht ausschließen, „dass weitere Rationalisierungsmaßnahmen eingeleitet werden müssen“.

Loewe musste nach hohen Verlusten in der vergangenen Woche Gläubigerschutz beantragen und leitete ein sogenanntes Schutzschirmverfahren ein. Dabei kann das Unternehmen versuchen, sich unter gerichtlichem Schutz zu sanieren und wird weiter von seinem Management geführt. Harsch sei „optimistisch“, für die Produktion der Hardware bald einen asiatischen Partner, vermutlich aus China, präsentieren zu können. Die Zeit dränge jedoch: „Es muss allerdings innerhalb der kommenden drei Monate passieren.“

Von

dpa

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

21.07.2013, 13:25 Uhr

Wie machen das eigentlich Metz und Technisat?

Sind doch auch deutsche TV Hersteller.

Technisat ist eine gute Wahl.
Die bauen auch die großen LCD Flatscreens mit Glasdisplay, während die Asiaten hier nur Plastik bieten.

OldFox

21.07.2013, 16:25 Uhr

Die Marke Metz habe ich schon lange in keinem Geschaeft mehr gesehen und Technisat hat einen ziemlichen Flop mit nicht funktionierenden Sat-Empfaengern gelandet. Aber auch sonst sind die sicher kein Marktfuehrer.
Wie auch immer: es gibt in der EU inzwischen praktisch nichts mehr, was den Namen 'Fuehrender Hersteller von Konsumelektronik' unter globalen Aspekten rechtfertigte.
Traurig genug, dass nun ein weiteres Unternehmen aus der Konsumelektronik hier schliesst und die Produktion nach Asien verlagert. Was mich wirklich in diesem Zusammenhang aergert, ist die Ignoranz der IGM und der Politik, die immer nur von 'Sozialer Gerechtigkeit', hoeheren Mindestloehnen usw daherreden aber nicht ueber die Notwendigkeit, wettbewerbsfaehige Strukturen auf dem so wichtigen Gebiet der Konsumelektronik zurueck zu gewinnen. Hunderttausende von Arbeitsplaetzen sind hier in der EU in den letzten 20 Jahren verloren gegangen. Es scheint auch unseren Medienvertretern absolut egal zu sein. Dabei sind Consumer Produkte inzwischen absolute Technologietreiber, die neue, grosse Cluster von Zulieferern nach sich ziehen. Bei uns nutzen immer mehr Verbraucher Handhelds und Internet faehige Grossbildschirme aber nicht eines dieser Geraete wird hier hergestellt. Wen interessiert in Berlin schon eine Fa. Loewe. Firmen haben kein Wahlrecht. Ergo sind sie fuer die Politik denkbar unwichtig.

Account gelöscht!

21.07.2013, 17:14 Uhr

@OldFox

Jetzt soll die Politik es richten?

Etwa ein Sanierungsfond für Loewe?

Nein, Loewe hat den Trend zum Flachbild TV verschlafen. Ein Fernseher ist heute nichts Besonderes mehr, nichts, womit man seinen Status unterstreichen könnte.

Kein Hersteller brilliert heute noch mit überragender Technik, welche es wert wäre, sie als Kunde teuer zu kaufen. Letztlich kommt ohnehin alles nur von 2 - 3 Herstellern.

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