Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.11.2011

10:44 Uhr

TV-Konzern

Private wollen Werbeverbot für ARD und ZDF

Der neue Beirat der Sendergruppe ProSiebenSat.1 will ein Werbeverbot für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk durchsetzen. Konzernchef Thomas Ebeling beklagt seit langem eine Wettbewerbsverzerrung.

ProSiebenSat.1 fordert ein Werbeverbot für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. dapd

ProSiebenSat.1 fordert ein Werbeverbot für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

MünchenDer TV-Konzern ProSiebenSat.1 macht sich für ein Werbeverbot im öffentlich-rechtlichen Rundfunk stark. Der neue Beirat der Sendergruppe unter Vorsitz von Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat in seiner ersten Sitzung Eckpunkte für seine künftige Arbeit beschlossen und setzt sich unter anderem für eine Aufgabentrennung zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern wie ARD und ZDF ein, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

„Werbung und Sponsoring dürfen nur dem privaten Rundfunk erlaubt sein“, heißt es in der ersten Erklärung des Gremiums, das das Unternehmen in gesellschafts- und medienpolitischen Fragen beraten soll. Neben Stoiber gehören dem neuen Beirat unter anderem der Fernsehjournalist und der Umweltpolitiker Klaus Töpfer (CDU) an. Konzernchef Thomas Ebeling hat immer wieder scharfe Kritik an der Politik von ARD und ZDF geübt und eine Wettbewerbsverzerrung beklagt.

Auf Anregung des Beirats will sich der Konzern in den kommenden drei Jahren auch der Entwicklung von Sendungen widmen, die Jugendlichen politische und wirtschaftliche Themen näher bringen sollen. Der Vorstand habe ein entsprechendes Pilotprojekt beschlossen. Dabei sollen gemeinsam mit einer Journalistenschule und einem Online-Medium Formate für mögliche Angebote entwickelt werden. Zunächst stellt der Konzern dafür 500.000 Euro zur Verfügung.

Von

dpa

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

23.11.2011, 12:29 Uhr

Wer hat denn die wieder bezahlt? Schmiergelder sollten steuerpflichtig werden.

Und die Jugendlichen sollen nun nicht nur durch Werbung und Soaps verblödet werden, sondern auch durch gezielte Pseudowissenschaftliche Sendungen.

Nach dem Motto: Und wenn ihr gar nichts verdient, Hauptsache die Reichen werden reich und Ihr seid schön still.

HansOch

24.11.2011, 03:05 Uhr

Immer wieder der Stoiber vornean, mit seinen Versuchen, das öffentlich rechtliche Fernseh abzuschaffen. Hat der noch nicht genug Unheil angerichtet? Nein danke zu dieser Form der Privatisierung. Was ist bei rausgekommen? Köche als Stars, Schreibtische auf Rollen. Dilettanten von nebenan machen Partyspielchen. Facharbeiter in Tierparks. Berichte von Messis, von Wohnungsmaklern, von dicken Typen, die die grössten Schnitzel essen. Castingshows, Seifenopern, Menschen in Containern, Rechtanwälte und Richter in nachmittäglichem Laientheatermummenschanz. Macht endlich Schluss mit diesem verdummenden Assitheater. Berlusconi ist damit reich und gross geworden, hat Italien berlusconisierend vor die Wand gefahren. Mit ihm und Thoma könnte man diesen organisierten Schwachsinns-Betrieb endlich einstellen. Zeigt, was dabei herauskommt, wenn man nur noch auf Betriebswirtschaft setzt.
Hajü

HansOch

24.11.2011, 03:20 Uhr

Vielleicht sollte man es doch machen! Wird dann jeder Spielfilm, der vorher hunderttausendmal angekündigt wurde - Blockbuster, bester Spielfilm aller Zeiten... nicht fünf mal, sondern 10 mal durch Werbung unterbrochen? Vielleicht ist dann endlich die Reizschwelle überschritten, dass die Menschen sich das massenhaft nicht mehr antun... diesen Dilttantenschrott des Amateurfernseh.
Hajü

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×