Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.05.2012

13:57 Uhr

TV-Konzern

ProSiebenSat.1 freut sich über Werbekunden

Höhere Werbeeinnahmen haben ProSiebenSat.1 Gewinnsprung beschert. Der TV-Konzern konnte unterm Strich den Gewinn um die Hälfte steigern. Für 2012 wird ein Rekordergebnis angestrebt.

ProSiebenSat.1 konnte mehr Werbeminuten verkaufen. dapd

ProSiebenSat.1 konnte mehr Werbeminuten verkaufen.

MünchenDer TV-Konzern ProSiebenSat.1 hat sich im ersten Quartal weitgehend resistent gegen die Schuldenkrise gezeigt und Insgesamt etwas besser geschlagen als der Erzrivale RTL. Dank höherer Werbeeinnahmen stieg der Umsatz um 6,5 Prozent auf 634,8 Millionen Euro und das operative Ergebnis um neun Prozent auf 141,6 Millionen, wie ProSiebenSat.1 am Donnerstag in München mitteilte. Bei der Bertelsmann -Tochter RTL legten die Erlöse zwar auch um sechs Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu, der operative Gewinn stagnierte allerdings bei 191 Millionen. Schrumpfende Werbemärkte in Süd- und Osteuropa, höhere Programmkosten und der Margendruck bei der Produktionsfirma FreemantleMedia machten Europas Branchenprimus zu schaffen.

Im wichtigen Heimatmarkt sieht es angesichts der vergleichsweise guten wirtschaftlichen Entwicklung ordentlich aus: "Wir erwarten, dass der deutsche TV-Werbemarkt 2012 um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz zulegt und wir in ähnlicher Größenordnung", sagte ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling in einer Telefonkonferenz. Fernsehwerbung gewinne insgesamt zulasten von Zeitungen und Zeitschriften an Bedeutung. Sein Konzern habe zudem zu Jahresbeginn beim Zuschaueranteil einen Punkt auf 28,5 Prozent zugelegt, während RTL knapp zwei Punkte auf 29,1 Prozent verloren habe, ergänzte Ebeling.

Fernsehkonzern: Pro Sieben Sat 1 kauft in Israel zu

Fernsehkonzern

exklusivPro Sieben Sat 1 kauft in Israel zu

Der Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1 übernimmt mehrheitlich den israelischen TV-Produzenten July August Productions. Die Investition soll sich auch im Hinblick auf den US-Fernsehmarkt bezahlt machen.

Unter dem Strich verdiente ProSiebenSat.1, auch für Sender wie Kabel Eins und Sixx bekannt, knapp 51 Millionen Euro - die Hälfte mehr als im Jahr zuvor. Sowohl beim Umsatz als auch beim Überschuss wurden die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen. Die Digital-Sparte war einer der Wachstumstreiber. Hier vertreibt ProSiebenSat.1 unter anderem Online-Spiele und Videos-on-Demand. Trotzdem fielen die Aktien mehr als drei Prozent auf 18,01 Euro und waren einer der größten Verlierer im MDax -Segment der mittelgroßen Firmen.

Im Sommer dürften die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele für Zuschauerschwund sorgen: Die Großereignisse werden primär von den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF übertragen. Das könne ProSiebenSat.1 aber auf Jahressicht verkraften. Dementsprechend bekräftigte Ebeling, den Umsatz 2012 um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigern zu wollen. Operativ und beim Nettoergebnis werden neue Rekordwerte erwartet. Im laufenden zweiten Quartal dürften die Erlöse ähnlich wie zu Jahresbeginn zulegen, der operative Gewinn aber stabil ausfallen.

Die Senderkette aus Unterföhring teilte zudem mit, den bestehenden Vertrag mit dem US-Studio CBS um mehrere Jahre verlängert zu haben. Damit hat ProSiebenSat.1 weiter Zugriff auf neue Serien des US-Senders, darunter etwa den Dauerbrenner "Navy CIS". Die eigene Produktionstochter Red Arrow Entertainment hat zudem zwei Mehrheitsbeteiligungen an kleinen Firmen in Israel und Großbritannien erworben.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×