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30.12.2013

19:41 Uhr

TV-Marktanteile

Deutsche gucken seltener in die Röhre

Vor allem das jüngere Publikum schaut auf andere Bildschirme. Die meisten Zuschauer hatte in diesem Jahr erneut das ZDF – vor der ARD. Die Privaten dagegen verloren deutlich an Marktanteilen, offenbar fehlen die Ideen.

Junge vor dem TV-Gerät: 220 Minuten schaute jeder Deutsche 2013 im Schnitt fern. dpa

Junge vor dem TV-Gerät: 220 Minuten schaute jeder Deutsche 2013 im Schnitt fern.

BerlinMit 12,8 Prozent Marktanteil hat das ZDF zum zweiten Mal in Folge das Rennen der großen TV-Stationen für sich entschieden. Zweiter wurde das „Erste“ mit 12,1 Prozent nach 12,3 Prozent im Jahr 2012 und Dritter der private Marktführer RTL, der auf 11,3 Prozent nach 12,3 Prozent im Vorjahr absackte (Stand inklusive 29. Dezember).

Die Sehdauer nahm insgesamt etwas ab. Nach 222 Minuten im Vorjahr saß jeder Deutsche ab drei Jahre durchschnittlich 220 Minuten pro Tag vor dem TV-Bildschirm, wie die Marktforschungsfirma Media Control in Baden-Baden ermittelte (Stand 26. Dezember). Beim jüngeren Publikum zwischen 14 und 49 Jahren bröckelte der Wert sogar von 187 auf 182 Minuten; der Fokus der jüngeren richtet sich zunehmend auf andere Bildschirme.

Was machte nun die Stabilität des ZDF im zu Ende gehenden Jahr aus? Die Fußball-Champions-League findet hohen Zuspruch, unter anderem das Endspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München mit mehr als 21 Millionen Zuschauern, auch auf die Montage, Donnerstagabende und Freitage ist meist Verlass.

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Sorgen muss sich das Zweite indes bei den immer flacher werdenden Quoten des Show-Flaggschiffs „Wetten, dass..?“ machen. Auch der Dienstagabend mit den weitgehend erfolglosen Dokumentationen ist schwer verbesserungswürdig, das Nachmittagsprogramm hinkt, bevor die traditionell anziehungsstarken „Soko“-Reihen höhere Marktanteile generieren.

Das „Erste“ litt wie die ZDF-Konkurrenz darunter, nicht regelmäßig großen Sport - abgesehen von den WM-Qualifikationsspielen der Fußball-Nationalmannschaft - verbreitet zu haben. Das Showprogramm kommt allenfalls durchschnittlich an, der Erfolg eigenproduzierter Filme wechselt, der Vorabend ist weiter ausbaufähig, der „Tatort“ am Sonntag aber eine sichere Bank.

Kommentare (1)

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Misantroph

03.01.2014, 17:53 Uhr

Es fehlen nicht (nur) die Ideen, die fehlen den GEZwangsfinanzierten Sendern auch.

Es ist vor allem ZU VIEL WERBUNG IM LAUFENDEN PROGRAMM.

Werbeblöcke sind OK, dafür ist es kostenlos, was alle Leute richtig nervt sind die Einblendungen in das laufende Programm hinein.

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