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31.07.2013

12:28 Uhr

Übernahme beschlossen

Elektrokonzern Schneider kauft Invensys

Der Deal ist perfekt: Der Siemens-Rivale Schneider kauft das britische IT-Unternehmen Invensys. Die Aktien von Schneider beflügelt diese Meldung.

An dieser Schneider-Produktionsstätte in Sondershausen kontrolliert eine Mitarbeiterin Teile von Schaltern vor der Montage. dpa

An dieser Schneider-Produktionsstätte in Sondershausen kontrolliert eine Mitarbeiterin Teile von Schaltern vor der Montage.

ParisDer Elektrotechnik-Konzern Schneider übernimmt für 3,4 Milliarden Pfund das britische Technologie-Unternehmen Invensys. Der französische Siemens-Konkurrent erklärte am Mittwoch, beide Boards hätten sich auf das Geschäft geeinigt. Mit dem Kauf kann Schneider sein Automationsgeschäft ausbauen und hofft so zu Siemens aufschließen zu können. Derzeit hat das Unternehmen mit Sitz bei Paris hier einen weltweiten Marktanteil von 4,2 Prozent, Branchenprimus Siemens kommt auf 21,2 Prozent. Die Ankündigung ließ die Schneider-Aktie im frühen Handel um 2,3 Prozent steigen.

Schneider bietet 502 Pence je Aktie, ein Aufschlag von 14 Prozent zum Invensys-Kurs vom 11. Juli, bevor die Gespräche zwischen den Unternehmen begannen. Die Franzosen erwarteten ab 2016 jährliche Synergien von 160 Millionen Euro. In den ersten fünf Jahren dürften 400 Millionen Euroan Steuern eingespart werden.

Tarifabschlüsse der Metall- und Elektroindustrie

2009

Die Erhöhung der Löhne und Gehälter betrug insgesamt 4,2 Prozent in zwei Stufen: zum 1. Februar 2,1 Prozent, zum 1. Mai weitere 2,1 Prozent. Für November/Dezember 2008 und Januar 2009 wurde ein Einmalbetrag von 510 Euro vereinbart, ein weiterer von 122 Euro für September 2009. Von Januar bis April 2010 war eine weitere Einmalzahlung von jeweils 0,4 Prozent vorgesehen. Der Vertrag lief über 18 Monate vom 1. November 2008 bis zum 30. April 2010.

2010

Der Entgelttarifvertrag wurde im Zuge der Wirtschaftskrise vom 1. Mai bis zum 31. März 2011 ohne Anhebung verlängert. Zum Ausgleich erhielten die Beschäftigten zwei Einmalbeträge von je 160 Euro am 1. Mai und am 1. Dezember.

2011

Vom 1. April an gab es wie in der Tarifeinigung 2010 beschlossen ein Plus von 2,7 Prozent mit einer Laufzeit von zwölf Monaten bis 31. März 2012.

2012

Nach einem Nullmonat im April wurden die Löhne und Gehälter vom 1. Mai 2012 an um 4,3 Prozent angehoben. Die Vereinbarung lief am 30. April 2013 nach 13 Monaten aus.

2013

Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Monaten, in den ersten beiden gibt es keine Erhöhung. Von Juli an steigen Löhne und Gehälter um 3,4 Prozent, vom Mai 2014 an nochmal um 2,2 Prozent.

Der Verkauf der Bahntechnik von Invensys für 2,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr an Siemens galt als Startschuss für eine Aufspaltung des Konzerns. Die Briten stellen Kontrollsysteme für Chemiewerke, Gas- und Öl-Anlagen sowie Atomkraftwerke her. Früheren Medienberichten zufolge waren in der Vergangenheit auch andere Industriekonzerne an Invensys interessiert, darunter Emerson Electric, ABB, General Electric und auch Siemens.

Von

rtr

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