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13.01.2005

16:20 Uhr

Übernahme der Bosch Breitbandnetze

Grünes Licht für EWT

Die Kabelnetz-Sparte des Stuttgarter Autozulieferers Robert Bosch darf vom Augsburger Netzbetreiber EWT übernommen werden.

HB FRANKFURT. Das Kartellamt habe grünes Licht für die Fusion gegeben, teilte EWT am Donnerstag mit. EWT rückt nach früheren Angaben mit der Übernahme hinter Telecolumbus mit mehr als zwei Mill. Kunden zur Nummer zwei unter den Kabelnetzbetreibern auf der so genannten Netzebene vier auf, die direkten Zugang zum Endkunden bietet. Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben. Der Unternehmenswert der Bosch Breitbandnetze GmbH war von Experten auf 350 Mill. € taxiert worden.

Die in Berlin ansässige BN Breitbandnetze GmbH (vorher Bosch Breitbandnetze) werde in EWT Breitbandnetze GmbH umbenannt. Der Stuttgarter Konzern hatte seine Breitband-Sparte im Frühjahr zum Verkauf gestellt. Der Konzern wollte damit nach eigenen Angaben die nötigen Investitionen in Modernisierung und Digitalisierung der Netze umgehen, die sich erst von einer gewissen Größe an lohnten. Ein erster Anlauf zum Verkauf an Telecolumbus, die dem Finanzinvestor BC Partners gehört, war im September geplatzt.

Die Digitalisierung der Breitbandnetze soll den Kunden nicht nur zusätzliche digitale Fernsehprogramme, sondern auch Zugang zum Internet und das Telefonieren über das Internet ermöglichen.

Der von EWT übernommene Bereich umfasst einen Umsatz von 102 Mill. €, die operative Marge liegt nahe 50 %. EWT hatte bereits 1997 die Kabelnetze von Siemens gekauft.

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