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31.10.2012

14:10 Uhr

Übernahme des „Star Wars“-Erfinders

Frische Ideen für Micky Maus

VonChristof Kerkmann

Die Filme liefern Disney nur noch die Helden, das Geschäft macht der Konzern mit der Vermarktung von Micky, Batman und Co. Nun bekommt die Merchandising-Maschine neues Futter: Lucasfilm mit Star Wars und Indiana Jones.

Fortsetzung folgt: Disney plant nach dem Kauf von Lucasfilm neue „Star Wars“-Filme. dpa

Fortsetzung folgt: Disney plant nach dem Kauf von Lucasfilm neue „Star Wars“-Filme.

Micky Maus verbündet sich mit Darth Vader: Der Unterhaltungskonzern Disney übernimmt das Filmstudio Lucasfilm samt der legendären Filmreihen „Star Wars“ und „Indiana Jones“. Der Hollywood-Riese kauft damit wieder einmal kreative Ideen ein, die seine gut geölte Vermarktungsmaschine in Schwung halten sollen. Disney wisse seit den Gründertagen um den Wert großer Geschichten, Charaktere und imaginärer Welten, begründete Konzernchef Robert Iger die Übernahme. Wenig überraschend: Ein neuer „Star Wars“-Film ist schon in Planung.

Der Unterhaltungsgigant hat sich schon mehrfach einer solchen Frischzellenkur unterzogen: 2006 kaufte er das Animationsstudio Pixar, das mit Filmen wie „Toy Story“ und „Findet Nemo“ plötzlich die Disney-Märchen ziemlich altbacken aussehen ließ. Und 2009 übernahm er den Comic-Verlag Marvel, der mit Figuren wie Spiderman, Hulk und den X-Men seit Jahrzehnten Erzählstoff liefert.

Die „Star Wars“-Filme

Star Wars – Krieg der Sterne

Der Science-Fiction kommt im Februar 1978 unter der Regie von George Lucas in die deutschen Kinos. In den USA startete der Film bereits 1977. In einer fernen Zukunft wehrt sich eine Gruppe von Rebellen gegen die brutale Unterdrückung durch das machthungrige Imperium. An der Spitze der dunklen Streitmächte steht die Figur Darth Vader mit seiner schwarzen Atemmaske.

Das Imperium schlägt zurück

Die Fortsetzung des monumentalen Weltraum-Epos mit vielen Spezialeffekten kommt 1980 unter der Regie von Irvin Kershner in die Kinos. Darth Vaders gefährlichste Waffe, der Todesstern, ist zerstört, doch seine Truppen sind nicht geschlagen. Sie stöbern die Rebellen in ihren Verstecken auf und unterwerfen sie.

Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Das gute Ende der Saga flimmert 1983 unter der Regie von Richard Marquand über die Leinwände. Wesen aus allen Ecken der Galaxis treffen die Vorbereitungen für die entscheidende Schlacht gegen das Imperium - und gewinnen mit Hilfe der wiedererstarkten Jedi-Ritter.

Episode I: Die dunkle Bedrohung

1999 springt Regisseur George Lucas rund 30 Jahre vor die Ereignisse der bekannten Star-Wars-Filme zurück. In der Galaktischen Republik ist ein Streit über die Besteuerung der Handelsrouten ausgebrochen. Der friedliche Planet Naboo mit seiner Königin Amidala wird von der geldgierigen Handelsföderation angegriffen.

Episode II: Angriff der Klonkrieger

George Lucas setzt 2002 seine Sternenkrieger-Vorgeschichte fort. Königin Amidala hat den Thron von Naboo verlassen, um im Senat zu Botschafterin Padme zu werden. Dort deckt sie einen Korruptions-Deal auf, und ihr Leben gerät in Gefahr.

Episode III: Die Rache der Sith

2005 kommt die Vorgeschichte zu ihrem Ende. Regisseur George Lucas lässt die Machtkriege weiter wüten. Die Kluft zwischen Kanzler Palpatine und dem Jedi-Rat wird immer weiter vergrößert. Dabei gerät der junge Jedi-Ritter Anakin Skywalker in einen schweren Gewissenskonflikt. Er mutiert später zum bösen Darth Vader.

Die beiden Übernahmen, zusammen mehr als 11 Milliarden Dollar schwer, beflügeln heute das Disney-Geschäft: Der Superhelden-Film „Avengers“, ein Schaulaufen der Mavel-Figuren, spielte an den Kinokassen die atemberaubende Summe von gut 1,5 Milliarden Dollar ein – Onkel Dagobert hätte seine Freude daran. Regisseur Joss Whedon will eine Fortsetzung drehen. Auch der Pixar-Animationsfilm „Merida“ füllt die Kassen.

Die beiden Streifen helfen, diverse Flops aus den Disney-Studios vergessen zu machen. Das Mars-Abenteuer „John Cartner“ entpuppte sich als einer der größten Kino-Misserfolge aller Zeiten, auch der „Prinz von Persien – Der Sand der Zeit“ überzeugte die Zuschauer nicht. Angesichts dieser Misserfolge musste im März Film-Chef Rich Ross gehen.

Zwar tragen die traditionsreichen Filmstudios relativ wenig zum Gesamtumsatz des Riesen-Konzerns bei, aber sie erfüllen eine wichtige Funktion: Hier werden Heldenfiguren erschaffen, die dann über die weit verzweigte Verwertungskette zu Geld gemacht werden – von den TV-Sender über die Themenparks bis zu den Merchandising-Artikeln. Auch Pixar und Marvel liefern da viel Inspiration.

Kommentare (1)

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Lyani

31.10.2012, 15:48 Uhr

Batman gehört zu DC, bitte korrigieren

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