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26.05.2014

19:30 Uhr

Übernahme durch Apple

Ade, Dr. Dre?

VonAxel Postinett

Die Übernahme des Kopfhörer-Hersteller Dr. Dre durch den IT-Giganten Apple lässt weiter auf sich warten, eine Deadline nach der anderen verstreicht. Jetzt sorgt ein neues Gerücht für Unruhe – platzt der Deal noch?

Platz der Deal?

Lässt dieses Video den Apple-Dre-Deal platzen?

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New YorkEs war ein abfotografierter Smartphone-Bildschirm auf Twitter, der in Los Angeles für Unruhe über das lange Wochenende sorgte. Er zeigte eine Meldung, die über den Messenger-Dienst „Secret“ lanciert worden war. Natürlich anonym, also nicht überprüfbar: „Ich arbeite bei Apple“, so das knappe Statement. „Wir sind nicht mehr in Verhandlungen mit Beats.“

Am 8. Mai hatte die in der Musikszene seit langem exzellent verdrahtete Musikzeitschrift Billboard gemeldet, Apple werde den Hersteller von Kopfhörern für 3,2 Milliarden Dollar übernehmen. Der Abschluss werde am folgenden Montag bekannt gegeben. Nun, dieser Termin ist verstrichen, so wie mehrere andere auch, die ihnen danach genannt wurden, wie Billboard jetzt meldet.

Was könnte Apples CEO Tim Cook dazu bewogen haben, seine Meinung noch einmal zu ändern? Vielleicht hat er eingesehen, dass Apple weder die mittelmäßigen Kopfhörer braucht, noch das dazugehörige Design? Wäre Apple-Designer Jony Ive damit seinerzeit zum die Ecke gekommen, Design-Purist Steve Jobs hätte ihn nackt durch die Straßen von Cupertino gepeitscht.

Alles rund um iTunes

Auch die Beatles sind dabei

2003 ging der iTunes Store mit 200.000 Songs an den Start, Apple erweiterte den Katalog aber stetig. Heute stehen rund 37 Millionen Lieder bereit, auch notorische Verweigerer wie die Beatles bieten ihre Musik dort mittlerweile an.

Von den USA aus in alle Welt

Seine Anfänge nahm iTunes in den USA, dem Heimatmarkt von Apple. Doch der iPod-Hersteller expandierte schnell: 2004 ging die Musik-Plattform in Deutschland an den Start, heute ist sie in 120 Ländern verfügbar.

25 Milliarden Songs in zehn Jahren

Die Beliebtheit des iTunes Music Store lässt sich an den Download-Zahlen ablesen. Die erste Milliarde hatte Apple im Februar 2006 zusammen, die zweite im Januar 2007. Im Februar 2013 vermeldete der Konzern, dass die Grenze von 25 Milliarden Songs erreicht sei.

Hollywood trifft Mathevorlesung

Apple hat iTunes inzwischen zu einer großen Videoplattform ausgebaut. Mehr als 65.000 Filme gibt es zum Ausleihen oder Kaufen, zudem mehr als 250.000 TV-Episoden. Zudem bietet Apple über iTunes U Lehrmaterialien an, darunter Videos von zahlreichen Vorlesungen.

Die eigene Musik in der Cloud

Im Cloud-Speicher von iTunes Match können Nutzer für 25 Euro im Jahr ihre eigene Musiksammlung ablegen. So haben sie von anderen Geräten aus Zugriff darauf.

Radio à la Apple

Seit September 2013 bietet Apple aus einen werbefinanzierten Streaming-Dienst namens iTunes Radio an. Dieser ging zunächst in den USA an den Start, der Konzern will ihn aber schrittweise auch in anderen Ländern anbieten.

Die Grundlage für den App Store

Auf der iTunes-Infrastruktur baut auch der App Store von Apple auf, in dem Nutzer Anwendungen für iPhone, iPad und iPod touch herunterladen können. Mehr als eine Million Apps stehen zur Verfügung.

Soziales Netzwerk Ping

Keinen Erfolg hatte Apple mit dem Musik-Netzwerk Ping, in dem sich Nutzer mit Freunden über Musik austauschen und Künstlern wie bei Facebook oder Twitter folgen können sollten. 2012 beendete der Konzern das Projekt nach zwei Jahren.

Oder war es doch der hohe Kaufpreis, den viele im großen Ratespiel um die Übernahme mit der Existenz eines mäßig erfolgreichen Musikstreamingdienstes von angeblich etwas über 100.000 Abonnenten rechtfertigen wollen? Einen Dienst, den Apple angeblich so dringend braucht, weil die eigenen hochbezahlten Ingenieure nicht in den Lage sind selbst so etwas zusammenzubauen.

Oder war es das berühmte Video von Dr. Dre, dem Rapper und Mitgründer des Unternehmens? Zusammen mit dem Gesangskollegen Tyrese veranstaltete er offenbar eine kleine Siegesfeier bevor der Abschluss verkündet oder überhaupt getätigt worden war. Das mit hier nicht wiedergebbarem Slang gespickte Video, mit dem sich Dr. Dre als der erste Milliardär der Hip-Hop-Szene feiert, hat die Apple-Gemeinde komplett ausrasten lassen, berichtet Billboard mit Hinweis auf informierte Kreise.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.05.2014, 11:42 Uhr

Die Apple Übernahme von Beats ist geplatzt weil Dr. Dre bei der Dissertation abgeschrieben haben soll :)

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