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15.08.2013

15:07 Uhr

Übernahmen angekündigt

Lenovo will auf Einkaufstour gehen

Der weltgrößte Computerhersteller Lenovo steigert Umsatz und Gewinn deutlich. Die Chinesen profitieren vom guten Geschäft mit Smartphones. Mit Übernahmen wollen sie sich weiter verstärken.

Groß-Tablet von Lenovo: Der chinesische Konzern steigert Umsatz und Gewinn. AFP

Groß-Tablet von Lenovo: Der chinesische Konzern steigert Umsatz und Gewinn.

PekingDer weltgrößte Computerhersteller Lenovo hat ihren Gewinn im zweiten Quartal um 23 Prozent steigern können. Grund war nach Unternehmensgaben das gute Geschäft mit Smartphones und anderen Mobilgeräten. Der Gewinn in den im Juni zu Ende gegangenen drei Monaten lag bei 174 Millionen Dollar, wie das chinesische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar.

Der Absatz von Desktop-PCs war demnach unverändert, der von Smartphones, Tablets und anderen Mobilgeräten legte um 105 Prozent zu. Laptops, die 52 Prozent des Geschäfts von Lenovo ausmachen, konnten 4,7 Prozent zulegen. Die Zahlen von Lenovo belegen auch die sich ändernde Nachfrage bei den Verbrauchern, die immer öfter Mobilgeräten den Vorzug geben.

Die größten Tablet-Hersteller

Apple

Mit dem iPad hat Apple den totgeglaubten Tablet-Markt wiederbelebt, und immer noch ist der iKonzern der größte Anbieter, angesichts wachsender Konkurrenz verliert er allerdings Marktanteile. Im ersten Quartal stammte ein Drittel der Geräte von Apple (32,5 Prozent Marktanteil nach 40,2 Prozent im Vorjahr). Dabei entwickelte sich der Konzern schlechter als der Markt, der Absatz fiel von 19,5 Millionen auf 16,4 Millionen Stück – insgesamt stieg der Absatz dagegen leicht auf 50,4 Millionen Stück, wie aus Zahlen des Marktforschers IDC hervorgeht.

Samsung

Samsung ist bereits der größte Smartphone-Hersteller, auch bei den Tablets holt der südkoreanische Hersteller mächtig auf. Im ersten Quartal verkaufte er 11,2 Millionen Geräte und steigerte damit den Marktanteil auf 22,3 Prozent (Vorjahresquartal: 17,5 Prozent).

Asus

Einen leichten Rückgang verbuchte Asus. Der taiwanische Computerhersteller, der unter anderem für Google das Nexus 7 baut, verkaufte 2,5 Millionen Tablets – 5,0 Prozent Marktanteil (Vorjahr: 5,4 Prozent).

Amazon

Der Online-Händler Amazon drückt sein Kindle Fire zu Kampfpreisen in den Markt, allerdings mit durchwachsenem Erfolg. Das Unternehmen verkaufte im ersten Quartal eine Million Geräte und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor. Der Marktanteil sank auf 1 Prozent.

Sonstige

Diverse Hersteller tummeln sich in der Kategorie Sonstiges – zusammen kommen sie auf 17,2 Millionen Geräte und einen Marktanteil von 34,2 Prozent. Darunter ist beispielsweise Microsoft: Der Konzern vermarktet seinen Tablet-Computer Surface als Notebook-Ersatz.

Lenovo

Aufsteiger des Jahres in Lenovo: Der größte PC-Hersteller der Welt verkaufte im ersten Quartal auch 2,1 Millionen Tablets, ein plus von 1,5 Millionen. Marktanteil: 2,1 Prozent.

Die Marktforschungsfirmen Gartner und IDC hatten ermittelt, dass Lenovo den langjährigen Marktführer Hewlett-Packard im vergangenen Quartal als weltgrößten PC-Hersteller überflügelt hatte. Angesichts der sinkenden Nachfrage nach herkömmlichen Computern profitiert der Konzern, der einst das PC-Geschäft von dem US-Technologieriesen IBM übernommen hatte, von dem raschen Ausbau seines Angebots an mobilen Geräten.

So konnte Lenovo in den drei Monaten bis Ende Juni dem Marktforschungsinstitut IDC zufolge den heimischen Rivalen ZTE als viertgrößten Smartphone-Hersteller hinter Samsung, Apple und LG ablösen. Dabei konzentriert sich der Konzern vor allem auf Schwellenländer. Aber auch in den USA will er bald erstmals ein Smartphone anbieten – möglicherweise noch in diesem Jahr.

Der chinesische Konzern kündigte eine Einkaufstour an. Lenovo sehe sich nach Übernahmezielen sowohl im Computer als auch im Smartphone-Bereich um, sagte Konzernchef Yang Yuanqing der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Er äußerte sich nicht zu andauernden Spekulationen, Lenovo könnte sich für den kriselnden Smartphone-Pionier Blackberry interessieren. Blackberry prüft derzeit einen Verkauf des Unternehmens.

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