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14.11.2013

03:12 Uhr

Übernahmeversuch

23-Jähriger lehnt Milliarden-Angebot von Facebook ab

Facebook war zum größten Zukauf der Firmengeschichte bereit, doch das Start-up Snapchat ließ den Internetriesen abblitzen. Der Unternehmenschef hofft, dass er in einigen Monaten noch deutlich mehr verdienen kann.

Snapchat-Chef Evan Spiegel: Vor kurzem lehnte er ein Übernahmeangebot über drei Milliarden Dollar von Facebook ab. ap

Snapchat-Chef Evan Spiegel: Vor kurzem lehnte er ein Übernahmeangebot über drei Milliarden Dollar von Facebook ab.

New York, CharlotteDie Foto-App Snapchat hat nach einem Zeitungsbericht zum wiederholten Male ein Übernahmeangebot von Facebook abgelehnt. Das weltgrößte Online-Netzwerk habe 3 Milliarden Dollar und mehr geboten, schrieb das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf eingeweihte Personen. Zuvor hatte das Blatt bereits von einem Angebot über 1 Milliarde Dollar berichtet.

Der 23-jährige Snapchat-Mitgründer und -Chef Evan Spiegel will demnach vor einem Verkauf oder einer Beteiligung zunächst die Zahl der Nutzer und Nachrichten weiter steigern, um einen noch besseren Preis zu erzielen. Der chinesische Internetriese Tencent habe bereits vier Milliarden Dollar geboten, schrieb das „Wall Street Journal“. Eine offizielle Stellungnahme gab es nicht.

Die zweite Reihe hinter Facebook

Xing

Das Karriere-Netzwerk Xing gehört zu den Frühstartern im Social Web, schon 2003 ging es (damals noch unter dem Namen OpenBC) an den Start, seit 2006 ist es an der Börse notiert. Ende 2012 übernahm das Medienunternehmen Burda die Mehrheit an der Aktiengesellschaft. Zuletzt hatte Xing laut AGOF-Statistik in Deutschland rund 4,8 Millionen Besucher im Monat.

Google+

Das Soziale Netzwerk von Google zählt zu den Spätstartern, es ist erst seit dem Sommer 2011 online. Da der Internet-Riese es mit seinen anderen Diensten verknüpft, ist die Reichweite binnen kurzer Zeit aber schon deutlich gestiegen. Die AGOF erhebt keine Zahlen, laut Comscore waren es im Frühjahr 2013 aber beachtliche 6,7 Millionen Nutzer. Allerdings ist unklar, wie viele diesen Dienst ernsthaft nutzen.

Stayfriends

Mehr eine Datenbank als ein Soziales Netzwerk ist Stayfriends: Auf der Website können Nutzer ehemalige Mitschüler suchen, sortiert nach Schule und Jahrgang. Wer alle Funktionen nutzen will, muss eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen. Laut AGOF hat der Dienst monatlich rund 4,1 Millionen Besucher.

Wer-kennt-wen

Das Netzwerk Wer-kennt-wen will alte Bekannte wieder zusammenbringen. Mittlerweile gehört es vollständig zur RTL-Gruppe. Die Reichweite ist in den vergangenen Monaten deutlich gefallen, die AGOF zählte zuletzt nur noch 2,6 Millionen Besucher im Monat.

Twitter

Der Kurzmeldungsdienst Twitter hat in Deutschland deutlich an Popularität gewonnen. Im März 2013 hatte er laut Comscore 3,7 Millionen Nutzer. Mittlerweile dürften es noch einige mehr sein.

VZ-Netzwerke

Der Absturz ist dramatisch: Einst waren die VZ-Netzwerke das größte Social-Media-Angebot in Deutschland, mittlerweile redet kaum noch einer davon. Im Herbst 2012 verkaufte Eigentümer Holtzbrinck die Netzwerke an die Investment-Gesellschaft Vert Capital. SchülerVZ ist inzwischen geschlossen, StudiVZ und MeinVZ sind noch online, haben aber eine ungewisse Zukunft.

Über Snapchat lassen sich Fotos und Videos an Freunde schicken. Die Bilder sind allerdings nur wenige Sekunden zu sehen. Der Dienst ist besonders bei Jugendlichen beliebt - und gilt in dieser Altersklasse als Konkurrenz zu Facebook. Das von Mark Zuckerberg geführte Unternehmen hatte jüngst eingeräumt, dass zumindest in den USA weniger Teenager täglich vorbeischauen.

Laut Snapchat wurden über den Dienst im September täglich 350 Millionen Kurznachrichten verschickt, verglichen mit 200 Millionen im Juni. Die Anzahl der Nutzer gibt das Unternehmen nicht preis.

Snapchat wäre der größte Zukauf von Facebook. Bisher war Instagram die teuerste Übernahme. Facebook hatte für die Foto- und Video-App im vergangenen Jahr etwa eine Milliarde Dollar in Barem und eigenen Aktien hingelegt.

Kommentare (9)

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hausi_chris@web.de

14.11.2013, 09:01 Uhr

HIER WERDEN MIT DEN MILLIARDEN NUR SO HERUMGEWORFEN; EIN UNTERNEHMEN DAS KEINEN MESSBABEREN WERT HAT UND DER GESELLSCHAFT NICHT WIRKLICH EINEN NUTZEN BRINGT WIRD PLÖTZLICH MEHR WERT ALS EINGESESSENE FIRMEN DIE DINGE HERSTELLEN DIE WIR TÄGLICH ZUM LEBEN BRAUCHEN; DAS WIRD DIE NÖCHSTE GROßE BLASE DER DOTCOM LÄSST GRÜßEN, ACH JA UND NATÜRLICH DIE BLASE DER MENSCHEN IM KOPF DIE DIESEN MIST UNTERSTÜTZEN.....

Heidi

14.11.2013, 09:47 Uhr

Toll - Die offensichtlich Erfolgreicheeren Zuckerberg und Billy Gates haben ausgerechnet im Handelblatt ihre Meinung über Jemanden mit Aussagen wie "Obertrottel" und "Trottel" kund getan der nur läppische 3 Mrd.$ hätte einstreichen können.

Klar - Wäre ich Billy Gates oder Zuckerberg würde ich auch mit Häme auf derart erfolglose Kollegen herabblicken. Aber da ich wohl noch eine ganze Weile an meiner ersten Milliarde arbeiten werde - kann ich nur anerkennend zu Jemandem aufsehen der etwas auf die Beide gestellt hat das offensichtlich einen Marktwert von 3 Mrd.$ hat.

Account gelöscht!

14.11.2013, 09:55 Uhr

Der Junge ist ein Unternehmer, kein Angestellter oder Hartz4 Empfänger. Der tickt nach Macht und Geld. Dieses zielen nach immer mehr Macht und Geld macht die Menschheit rücksichtslos und krank. Dies ist übrigens auch ein Phänomen, welches von der, ach so gelobten USA aus, in die Welt exportiert wird.

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